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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Oldenburgerin bittet um Hilfe für ihren Onkel Valeri

17.07.2019

Osternburg Ein Wattestäbchen und ein paar Sekunden Zeit: Damit kann man Blutkrebs heilen. Mit dieser kurzen Formel wirbt die gemeinnützige Gesellschaft DKMS dafür, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. Marina Schneider macht es konkreter: „Gemeinsam für Valeri“ steht auf den Handzetteln und den Sammeldosen, die sie von der DKMS bekommen hat. Valeri ist der Onkel der Oldenburgerin. Er hat Blutkrebs. Ihm wollen die 31-Jährige, ihre Familie und Freunde helfen. Dafür brauchen sie die Hilfe möglichst vieler Menschen.

„Wir rufen alle auf, sich registrieren zu lassen“, appelliert die Osternburgerin. Mit Unterstützung der DKMS und des Betreibers des GVO-Vereinsheims wird am Sonntag, 21. Juli, eine Registrierungsaktion veranstaltet. Wer sie unterstützen will, der ist von 11 bis 15 Uhr im Vereinsheim, Gerhard-Stalling-Straße 26, willkommen. Die Familie legt sich mächtig ins Zeug, um den Freiwilligen auch noch etwas zu bieten. „Damit möglichst viele kommen“, sagt Marina Schneider. Eine Hüpfburg, Kinderschminken, eine Aalrutsche und eventuell ein Glücksrad soll es geben. „Wir wollen auch Würstchen grillen sowie Gebäck anbieten.“ Auch da haben Spenden geholfen.

So kann man helfen

Als Spender können sich grundsätzlich alle gesunden Menschen zwischen 17 und 55 Jahren registrieren lassen.

Wer keine Zeit hat, zu einer Registrierungsaktion zu kommen, der kann sich kostenlos ein Lebensretter-Set mit Wattestäbchen von der DKMS nach Hause bestellen. Wichtig: Nicht vergessen, es zurückzusenden! Denn viele Sets, werden bestellt, aber nicht zurückgeschickt.

Im Labor werden die Gewebemerkmale analysiert und in der Datei aufgenommen. Die Daten stehen dann der weltweiten Suche nach Stammzellspendern zur Verfügung. Die registrierten Personen erhalten eine DKMS-Spenderkarte.

Zwei Arten der Stammzellspende gibt es. In den meisten Fällen (80 Prozent) werden Stammzellen über die sogenannte „periphere Stammzellspende“ der Blutbahn entnommen. In wenigen Fällen (20 Prozent) werden die Stammzellen direkt dem Knochenmark entnommen.

Alle 15 Minuten erhält ein Mensch in Deutschland die Diagnose Blutkrebs. Doch jeder zehnte Patient findet keinen Spender.

Die Kosten pro Registrierung eines neuen Spenders betragen für die DKMS 35 Euro. Deshalb sind auch Geldspenden willkommen. Quelle: DKMS

Weitere Informationen finden Sie unter www.dkms.de

Während die 31-Jährige mitten in den Vorbereitungen steckt und sich dabei noch um die beiden kleinen Töchter kümmert, erzählt sie von ihren eigenen Erfahrungen mit der Stammzellregistrierung. Als vor zehn Jahren bei einem kleinen Jungen aus ihrem Bekanntenkreis Leukämie diagnostiziert worden sei und dessen Familie in Bremen eine Spendenaufruf gestartet habe, „da haben mein Mann, unsere Freunde und ich keine Minute gezögert und sind hingefahren, um uns als Stammzellspender registrieren zu lassen“. Der kleine Held habe seinen Lebensretter übrigens gefunden.

Nun hat es Marina Schneiders Familie selbst getroffen. Ihr an Leukämie erkrankter Onkel ist erst 36 Jahre alt. „Er ist ein so liebevoller Familienvater von zwei Söhnen, die eins und vier Jahre alt sind. Der Kleinere beginnt gerade erst, das Laufen zu lernen. Valeris größter Wunsch ist es, seine Söhne aufwachsen zu sehen. Auch die beiden brauchen ihren Papa sehr. Wie auch der Rest seiner Familie.“

Aus eigener Kraft schaffe der 36-Jährige es nicht, wieder gesund zu werden. Er habe nur eine Überlebenschance, wenn sein genetischer Zwilling gefunden werde. Und auch wenn für Valerie (noch) niemand dabei sei: „Wir wollen alles tun, um ihm und auch den anderen an Blutkrebs erkrankten Babys, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu helfen“, betont Schneider.

Das Prozedere sei einfach und schnell: „Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung wird beim Spender ein Wangenschleimhautabstrich mit Wattestäbchen durchgeführt, damit seine Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können.“ Vor zehn Jahren sei bei der Registrierung noch Blut abgenommen worden. Das sei vorbei.

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Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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