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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Schweigeminute In Oldenburg: Stilles Gedenken an 17-jähriges Unfallopfer

25.01.2019

Osternburg Rund 50 Radfahrer haben bei einer spontanen Aktion am Mittwochabend der 17 Jahre alten Jugendlichen mit einer Schweigeminute gedacht, die am Dienstagmorgen bei einem Unfall an der Einmündung Schützenhofstraße in die Bremer Straße ums Leben gekommen war. Aufgerufen hatte die Organisation Critical Mass Oldenburg, die sich für mehr Rechte von Radfahrern im Straßenverkehr einsetzt.

Die Teilnehmer hatten sich auf dem Julius-Mosen-Platz zu einer Gedenkminute getroffen und waren von dort aus zur Unfallstelle gefahren. Dort hatten im Lauf der vergangenen beiden Tage zahlreiche Bürger Blumen an einem Weißen Fahrrad abgelegt und Kerzen aufgestellt. Das weiß angestrichene Fahrrad hatte Critical Mass bereits 2013 an einen Baum gelehnt, um an ein 75 Jahre altes weiteres Unfallopfer zu erinnern, das dort bei einem ähnlich gelagerten Abbiege-Unfall ums Leben gekommen war.

Der Mann war ebenfalls mit einem abbiegenden Lastwagen zusammengestoßen, dessen Fahrer den Radler im sogenannten toten Winkel nicht gesehen hatte. Der Lkw-Fahrer war anschließend vom Oldenburger Amtsgericht nach Vorlage eines anwaltlichen Gutachtens vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen worden.

Unterdessen hat der Bürgerverein Osternburg-Dammtor sein Entsetzen über den Unfalltod der 17-Jährigen kund getan. „Dieser Unfall hätte durch eine funktionierende Totwinkel-Überwachung beim beteiligten Lkw sicher verhindert werden können, und wir unterstützen hier ausdrücklich die Initiative und Stellungnahme von Hans-Henning Adler“, schreibt Heidi Tauchert vom Bürgervereinsvorstand.

„Das junge Mädchen hätte nicht zu Tode kommen müssen, wenn Lkw verbindlich mit Abbiege-Assistenzsystemen ausgestattet wären“, hatte Linken-Ratsherr Adler gegenüber der NWZ erklärt. Technisch sei das Problem mit sogenannten Abbiege-Assistenzsystemen lösbar, das könne aber bislang nicht verbindlich eingeführt werden. Dafür sei der Widerstand innerhalb der EU zu groß, hatte Adler mitgeteilt.

„Diese Kreuzung ist ein Gefahrenpunkt“, schreibt Tauchert weiter. Auch wenn sich der jetzige Unfall auf der gegenüberliegenden Straßenseite ereignet habe, bleibe der Verein bei der Forderung nach einer Abschaffung des „Grünen Pfeils“ an dieser Stelle. Dieser Grüne Pfeil erlaube es stadtauswärts fahrenden Auto- und Lkw-Fahrern auch nach rechts abzubiegen, wenn die eigentliche Ampel Rot zeige.

Das gefährde Fußgänger und Radfahrer. Die Stadtverwaltung hatte in ihrer Antwort vom 8. Juli 2016 darauf hinwiesen, dass die Polizei den Einmündungsbereich nicht als Unfallschwerpunkt einstufe, da dort in den vergangenen Jahren keine Unfälle passiert seien. Für die Sicherheit der Radfahrer seien rot markierte Aufstellflächen auf die Fahrbahn aufgebracht worden. Der Bürgerverein fordert die Stadtverwaltung in dem Schreiben abschließend auf, den Grünpfeil umgehend abzuschaffen, um weiteren Unfällen vorzubeugen.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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