• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

AUTOBAHNMORD: Polizei rätselt über Täterprofil

26.03.2008

OLDENBURG Mit voller Wucht hat der Holzklotz ein großes Loch in die Windschutzscheibe des silberfarbenen Autos gerissen. Der Beifahrersitz ist ebenso wie die beiden karierten Kindersitze auf der Rückbank mit kleinen Glassplittern bedeckt, auf dem Fußboden liegt noch eine Wasserflasche. „Das ist tragisch, nicht fassbar“, sagt der Besitzer des Abschleppunternehmers, Hans-Dieter Westerburg, bei dem der Unfallwagen nun steht.

Am Abend des Ostersonntags ist in der Stadt ein Alptraum wahr geworden: Ein oder mehrere Täter werfen von einer Autobahnbrücke einen sechs Kilogramm schweren Holzklotz auf die A 29. Der durchschlägt die Windschutzscheibe eines Wagens und tötet die Beifahrerin, eine zweifache Mutter, vor den Augen ihrer Familie. Die 33-Jährige aus Telgte (Nordrhein-Westfalen) stirbt noch an der Unfallstelle.

Befragt hat die Mordkommission auch den Landwirt Gerold Harms, dessen Hof im Rasteder Ortsteil Wahnbek ganz in der Nähe ist. „Alle sind sprachlos“, sagt der 49-Jährige. Die zweispurige Brücke sei auch am Abend noch eine viel befahrene Straße, die neben Autos zudem Fußgänger und Radfahrer nutzen. Der Täter könne dort nicht lange mit dem Holzstück gestanden haben, sonst wäre er sicher bemerkt worden, meint Harms.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Gemeinsam mit seinem Bekannten Hans-Heinrich Kruse steht der Landwirt in seinem alten Speicherhaus, in dem er Holz lagert. In der Umgebung besitze fast jeder Holzvorräte, sagt Harms. Er ist sich sicher: „Der Druck auf den Täter wird so groß sein, dass er sich stellen wird.“ Das hofft die Polizei auch.

Am Tatort steht der Oldenburger Polizeisprecher Sascha Weiß. Die Ermittlungen der 23-köpfigen Mordkommission seien schwierig, über das Täterprofil sei noch nichts bekannt, erklärt er.

Die Belohnung ist auf 6000 Euro verdoppelt worden. „Zahlreiche private Anrufer wollten die Belohnung erhöhen“, berichtet Heinz Hensel, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt/Ammerland, der NWZ. Aus Sicht der Polizei seien 6000 Euro angemessen, mögliche Zeugen würden sich ohnehin auch ohne größere finanzielle Anreize melden.

Aus rechtlicher Sicht ist die Aufstockung einer Belohnung durch Privatleute im Übrigen möglich. In diesem Fall müssten allerdings zivilrechtliche Verträge abgeschlossen werden.

Berichte zum Fall und Bilder vom Tatort unter

www.NWZonline.de/autobahnmord

NWZTVzeigt einen Film dazu unter www.NWZonline.de/nwztv

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.