• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Polizeibeamter fasst Kollegin an die Brust

19.06.2015

Oldenburg Erst soll er seiner Kollegin während einer Einsatzübung an die Brust gefasst, wenig später dann auch noch mit dem Satz „Ich fasse Frauen da an, wo ich will, wenn keiner hinguckt“ beleidigt haben.

Trotzdem wurde der Polizeibeamte nun von einer Strafrichterin des Amtsgerichts Oldenburg vom Vorwurf der Beleidigung freigesprochen.

Vermeintliches Versehen

Die Richterin begründete ihr Urteil damit, dass der Angeklagte durch die Berührung der Brust seiner Kollegin zwar „deren Schamgefühl als Teil ihrer Personenwürde verletzt“, hierdurch „jedoch nicht deren Missachtung, Geringschätzung oder Nichtachtung zum Ausdruck gebracht“ habe. Allein aus der Berührung „im Rahmen der mit körperlichem Kontakt verbundenen Übung könne eine solche Kundgabe nicht gesehen werden“, heißt es in der Urteilsbegründung weiter.

Da besagte Äußerung nun aber auch etwas später fiel – als die Polizistin den Angeklagten im Anschluss an das Einsatztraining auf die Berührung angesprochen hatte –, habe diese der Berührung keinen ehrverletzenden Charakter mehr geben können.

Dadurch, dass seine Worte zeitversetzt ausgesprochen wurden, seien diese nicht als Beleidigung im Sinne des Paragrafen 185 des Strafgesetzbuchs zu werten.

Auch die Zeugin selbst habe die Berührung zunächst als Versehen eingeordnet und sei erst durch die anschließende Bemerkung des Angeklagten zu der Überzeugung gelangt, dass diese absichtlich geschah.

Die Richterin hob hervor: Wenn der Angeklagte nicht so reagiert hätte, hätte die Polizistin die Sache auf sich beruhen lassen – was zeige, dass sie die Berührung zwar als unangenehm und nicht angemessen empfunden habe, jedoch nicht als ehrverletzend.

Absichtliche Berührung

Das Gericht war nach der Beweisaufnahme – in der weitere Polizisten befragt wurden – davon überzeugt, dass der Angeklagte der Frau an die Brust gefasst und damit die Übungssituation, in der zwei Beamte sie aus einem Auto ziehen sollten, ausgenutzt hatte. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.