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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Schockfahrt endet in der Waschstraße

31.01.2017

Oldenburg Ein Knall. Und noch einer. Und Stille.

Diese Geräusche, diese Momente dürfte der 57-Jährige wohl kaum mehr vergessen. Der Betreiber der „Imo“-Waschstraße am Stubbenweg steht noch Stunden nach dem Vorfall unter Schock. Er hat am Montagmorgen nicht nur sein Auto verloren, sondern auch seine berufliche Grundlage, zumindest auf Zeit. Und fast hätte er noch mehr verloren. Nur durch einen glücklichen Zufall war er in aller Frühe nicht in der Nähe des Schaltschranks seiner Anlage, nicht im Büroraum nebenan. Also eben dort, wo gegen 7.40 Uhr ein schwerer Landrover durch eine Seitenwand krachte und die Waschstraße großteils zerstörte.

Das Unternehmen Imo (Mülheim an der Ruhr) stand schon früh nach dem Crash in Kontakt mit seinem selbstständigen Partner in Oldenburg. Tina Domina aus der Rechtsabteilung weiß: „Er hatte Glück im Unglück“.

Das trifft zumindest im weitesten Sinne auch auf den Unfallfahrer zu. Der 47-jährige Oldenburger hatte aus noch unbekannten Gründen mitten im Berufsverkehr am Montagmorgen die Kontrolle über sein Auto verloren, eine Ampel „gefällt“, eine Leitplanke durchbrochen, war mit dem vor einer anliegenden Tankstelle geparkten Auto des 57-Jährigen kollidiert und hatte diesen auf die Seite gelegt – und schließlich auch noch eben diese Waschanlage teils zerstört. Dass bei dieser spektakulären Tour nur eine Person – der Fahrer des Landrovers selbst – zu Schaden kam, grenzt an ein kleines Wunder. Dennoch: Der 47-Jährige liegt nun schwer verletzt im Krankenhaus. Lebensgefahr bestünde nicht, heißt es von den Einsatzkräften. Der Fahrer kam von der A 293, wollte laut Zeugenaussagen auf die Kreuzung Langenweg zufahren und an der Ampel nach rechts abbiegen. „Im Kreuzungsbereich aber kam er nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte dort mit dem Mast einer Ampelanlage“, heißt es im Polizeibericht nüchtern, „der 47-Jährige überquerte dann die Kreuzung und setzte seine Fahrt in Richtung Stubbenweg fort“. In der dortigen Linkskurve habe er dann die Schutzplanke durchbrochen, so Polizeisprecher Stephan Klatte, und sei ungebremst über den Rasen Richtung Tankstellengelände gefahren. Die Zapfsäulen habe er knapp passieren können, kollidierte dort aber mit dem geparkten Toyota und raste schließlich durch die Seitenwand der Waschanlage. Dort kam er erst vor dem Bürotrakt zum Stehen. Rettungskräfte mussten den eingeklemmten Mann aus seiner Lage befreien.

Aufgrund des Vorfalls und der zerstörten Ampel kam es in der Folge zu einem kilometerlangen Rückstau auf der Autobahn. Die Abfahrt Etzhorn war für längere Zeit dicht. Was noch unter dem Strich steht, ist angesichts des Totalschadens zweier Fahrzeuge, der Beschädigung der Waschstraße und des Verdienstausfalls ihres Betreibers eine Summe von mehr als 200 000 Euro. Die Waschstraße wird viele Wochen geschlossen bleiben. Derzeit bestehe hier Einsturzgefahr, so Tina Domina.

In Sozialen Medien überschlugen sich am Montag unerträgliche Mutmaßungen über den Vorfall. Von „Herzinfarkt“, über „Alkohol“ und „abgelenkt durchs Handy“ war zu lesen. Tatsächlich hatte die Polizei bis zum Abend keine Erkenntnisse über die Gründe, konnte eine Alkoholisierung aber ausschließen. Ob andere körperliche Beeinträchtigungen vorgeherrscht haben, müsse noch „geprüft werden“.

Marc Geschonke Redakteur / Redaktion Oldenburg
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