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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Blaulicht

Tödliche Messerattacke In Oldenburg: Angreifer war bei der Polizei kein Unbekannter

06.06.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-06-06T13:08:28Z 280 158

Tödliche Messerattacke In Oldenburg:
Angreifer war bei der Polizei kein Unbekannter

Oldenburg Auch während des Pfingstwochenendes war die Bluttat in der Oldenburger Fußgängerzone weiter Thema. Am Tatort an der Achternstraße erinnern nicht mehr nur Blumen und Kerzen, sondern auch ein Foto des Opfers an diesen Menschen. So verliert er die Anonymität.

Seine hochschwangere Frau und zwei Kinder trauern um ihn. Freunde erinnern sich an den 33-jährigen syrischen Kurden als Mensch, der mit Hoffnungen auf Freiheit in diese Stadt kam, wo er schon länger mit seiner Familie in Eversten lebte.

In den sozialen Netzwerken kursieren derweil viele Gerüchte über den mutmaßlichen Täter, der am vergangenen Mittwoch eine Stunde nach der Tat vorläufig festgenommen und gegen den am Tag danach Haftbefehl erlassen worden war.

Seither sitzt der 22-jährige Mann wegen Mordverdachts in der Untersuchungshaft.

Viele fragen sich, ob die Bluttat hätte verhindert werden können, wenn die Justizbehörden früher gegen den polizeibekannten syrischen Asylbewerber eingeschritten wären. In Mails an die Redaktion und in den sozialen Netzwerken wird diese Frage häufig gestellt.

Ein gutes Dutzend Straftaten auf dem Konto des Angreifers

Wegen Drogendelikten, gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Ladendiebstahl war der 22-jährige Asylbewerber aus Blankenburg mehrmals aufgefallen. Ein gutes Dutzend Straftaten, so wissen Insider, gehen wohl auf das Konto des 22-Jährigen. Doch einen Haftbefehl bekam er erst, nachdem in der Oldenburger Fußgängerzone ein Mann getötet und er als Hauptverdächtiger festgenommen worden war. Das Opfer hatte zuvor keinen Kontakt zur Polizei.

Religiöse Auseinandersetzungen werden pauschal als Motiv angegeben. Nähere Angaben werden von den Behörden nicht gemacht. Spekulationen gibt es daher im Netz zu Hauf: Einmal soll ein Eis der Auslöser für die Tat gewesen sein, das der Getötete während der Fastenzeit Ramadan gegessen hat. Dann wieder soll es eine Zigarette gewesen sein, die er in der Öffentlichkeit rauchte. Die Frage, warum der mutmaßliche Täter in der Innenstadt überhaupt ein Messer bei sich trug, wurde bislang nicht beantwortet.

In der deutsch-syrischen Gesellschaft, die vor einem Jahr in Oldenburg gegründet worden war, glaubt man nicht an eine religiös motivierte Tat. Wie die stellvertretende Vorsitzende Helga Wilhelmer auf Anfrage sagt, geht man von einem kriminellen Einzeltäter aus.

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