Oldenburg - Nach Jahren der Dürre kam in diesem Jahr der große Regen. Straßen waren unpassierbar oder wurden sogar zerstört, Bäche schwollen zu reißenden Flüssen an, Brücken wurden fortgeschwemmt und das öffentliche Leben kam fast zum Erliegen. Anja Friedrich und Stephen Boro vom Verein „Little Angel – Erma Hope und Eco“ hatten bei ihren Besuchen in diesem Herbst in Likoni (bei Mombasa) bzw. Kwamaiko (bei Nairobi) mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen. Doch die Projekte kommen gut voran.
Bunte Welt eingefangen
Bilder von den Projekten in Kenia
Anja Friedrich/Steven Thangwa
Buchvorstellung (von links): Florian Isensee, Dr. Paula Senff, digital aus Frankreich dazu geschaltet, und Dr. Stephanie Helber vom ICBM präsentieren das Kinderbuch „Die Helden des Unterwasserwaldes“ und die englische Ausgabe "Heroes of the underwater forest" (Foto: ICBM, Universität Oldenburg)
ICBM, Universität Oldenburg
Bilder von den Projekten in Kenia
Anja Friedrich/Steven Thangwa
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Anja Friedrich/Steven Thangwa
Anja Friedrich und Steven Thangwa vom „Verein Little Angel – Erma Hope und Eco“ Little Angel Bild: Steven Thangwa/Thomas Husmann
Steven Thangwa/Thomas Husmann
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Anja Friedrich/Steven Thangwa
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Anja Friedrich/Steven ThangwaIm Gepäck hatte Anja Friedrich dieses Mal das im Isensee-Verlag erschienene Kinderbuch „Die Helden des Unterwasserwaldes“ von Dr. Stephanie Helber, Forschungstaucherin und Meeresbiologin am Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Meeresbiologin Dr. Paula Senff hat zudem mit ihren Illustrationen die bunte Welt der Seegraswiesen eingefangen.
Das Buch erzählt die Geschichte von dem Mädchen Chloe, das mit seinem Freund Amo die Seegraswiesen vor der Küste Sansibars entdeckt. Als die Seegräser und mit ihnen alle Meeresbewohner verschwinden, wollen die beiden Kinder herausfinden, was passiert ist und was sie tun können, um die Seegraswiese wieder zum Leben zu erwecken.
Ein Umweltthema, das in Kenia auf großes Interesse bei den Kindern aus dem Waisenheim gestoßen ist, das von Anja Friedrich aufgebaut worden ist. Zu dem Heim gehört eine Schule. „Unsere Lehrer haben das Buch zusammen mit ein paar Kindern aus dem Englischen ins Kisuaheli übersetzt. Anschließend habe ich einen Karton voller Exemplare für Kenia erhalten. Wir binden sie nun in zwei Schulen in den Unterricht mit ein und machen Exkursionen, um es zu vertiefen“, freut sich Anja Friedrich über den Erfolg der Aktion.
Projekt für Frauen
Der Verein „Little Angel“ wurde im November 2011 zur Unterstützung eines Waisenheimes mit integrierter Schule in Kenia von Anja Friedrich gegründet. Das Heim hatte sie bei ihrem Aufenthalt in Kenia als freiwillige Helferin kennengelernt. Zwölf Waisenkinder leben dort mittlerweile. Sie werden zusammen mit weiteren 150 Kindern aus dem Dorf unterrichtet. Mehr als 50 Jugendliche sind bereits in ein Internat für eine weiterführende Schule oder Berufsausbildung gewechselt. Es gibt acht kenianische Helfer, die sich um die Kinder kümmern und als Lehrer bzw. Kinderbetreuer tätig sind. Sie hatten das Heim auf eigene Initiative 2010 gegründet, das aber kurz danach für kurze Zeit wieder geschlossen werden musste. Dann ergriff Anja Friedrich die Initiative, über die unsere Redaktion berichtet.
Dadurch wurde Stephen Boro auf das Engagement aufmerksam. Der Krankenpfleger, der im Klinikum Oldenburg arbeitet und in Petersfehn II wohnt, nahm Kontakt zu Anja Friedrich auf und beschloss, in seinem Heimatort Kwamaiko in der Nähe von Nairobi ein ähnliches Projekt auf die Beine zu stellen – für alleinerziehende Frauen, die sich und ihren Kindern den Lebensunterhalt nun mit dem Anbau von Obst und Gemüse bzw. aus der Hühner- und Schweinezucht sichern können.
