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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Hundertjähriger hat alle(s) fest im Griff

22.08.2019

Bümmerstede Seinen Lebensmut kann so leicht nichts erschüttern. Gut, die Sehkraft hat sich verschlechtert, und manches geht ihm nicht mehr so wie früher von Hand. Grundsätzlich fühlt sich Johannes Lüdemann aber pudelwohl. 100 Jahre ist er am Dienstag geworden. Und zu seinem Jubeltag stellte sich viel Besuch im Eigenheim in Bümmerstede ein.

Im Namen der Stadt gratulierte Bezirksvorsteherin Roswitha Niemann. Von der Kirchengemeinde überbrachte Pastor Thomas Cziepluch die besten Segenswünsche. Denen schloss sich Susanne Müller, Leiterin des Bümmersteder Seniorenbüros, herzlich gern an. Mit der Familie wurde am Abend noch weitergefeiert. Im Kreise seiner drei Kinder, den fünf Enkeln und zwei Urenkeln, seinem Bruder und seiner Schwester ließ es sich Johannes Lüdemann so richtig gut gehen. Gemeinsam blickten sie alle ein wenig zurück – auf 100 Jahre eben.

Geboren wurde Johannes Lüdemann in Sandkrug. Er wuchs in Huntlosen auf und kam im Alter von 15 Jahren nach Oldenburg, um das Handwerk des Tischlers zu erlernen. 1939, er war 20 Jahre alt, musste Johannes Lüdemann zum Arbeitsdienst, ein Jahr später zog er als Soldat in den Krieg, geriet später Kriegsgefangenschaft in Ägypten und kam am 19. August 1948, einen Tag vor seinem 29. Geburtstag, zurück in die Heimat.

1950 heiratete Johannes Lüdemann „seine“ Marianne. „Kennengelernt gelernt haben sie sich aber schon Jahre vorher“, erzählt Anke Kirchhoff. Sie gehört neben Erika Kuhlow und Fred Lüdemann zu den drei Kindern des Paares. Erst wohnte man in Delmenhorst, dann in Oldenburg an der Cloppenburger Straße und ab 1957 in einer Dienstwohnung am Oldenburgischen Staatstheater. „Unser Vater war Hausmeister am Theater und Mutter arbeitete in der Schneiderei“, sagt Anke Kirchhoff. 25 Jahre später, 1982, ging Johannes Lüdemann in den Ruhestand. Die Familie zog nach Bümmerstede in die Doppelhaushälfte, die der Senior heute noch bewohnt. Im Ruhestand unternahmen er und seine Frau schöne Reisen, zum Beispiel 1998 nach Kalifornien, wo sein Bruder lebt. 2000 wurde Goldene Hochzeit gefeiert. Zwei Jahre später starb Mariann Lüdemann an Krebs.

Der Witwer musste sich sein Leben neu einrichten. Das Reisefieber ließ da aber nicht nach. Gern war er mit Gruppen von der Kirche oder der Caritas unterwegs. „Die letzte betreute Reise hat er mit 96 Jahren unternommen“, berichtet seine Tochter. Ihr Vater sei viel Rad gefahren und habe im Sportverein Tura 76 Fußball gespielt.

Diese Zeiten sind nun vorbei. Unterstützung im Haushalt bekommt Johannes Lüdemann von einer Reinigungskraft und am Wochenende von Tochter Erika. Mittagessen lässt er sich von der Caritas liefern. Frühstück und Abendbrot bereitet er sich selber zu. Das hat der Hundertjährige alles im Griff.


Online gratulieren unter   www.nwz-glueckwuensche.de 
Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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