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Bürgerinitiative gegen Stadionbau Zweifel an Notwendigkeit des Knights-Umzugs

Die Oldenburg Knights feierten im September 2019 im Marschwegstadion. Sie würden zukünftig gern in einem neuen Stadion  neben der Weser-Ems-Halle spielen.

Die Oldenburg Knights feierten im September 2019 im Marschwegstadion. Sie würden zukünftig gern in einem neuen Stadion neben der Weser-Ems-Halle spielen.

Erik Hillmer

Oldenburg - Zweifel an der Notwendigkeit eines Umzugs der American Footballer Oldenburg Knights in ein neues Stadion neben der Weser-Ems-Halle meldet die Bürgerinitiative gegen den Stadionbau an. Knights-Geschäftsführer Holger Völling hatte seinen Wunsch unter anderem damit begründet, dass das Marschwegstadion nicht ausreichend Platz bietet, um das für den American Football notwendige Equipment zu lagern. Zudem fehlt eine Anzeigetafel.

Geld für altes Stadion

„Andererseits investiert die Stadt derzeit 3,8 Millionen Euro in die Ertüchtigung des Stadions mit vom Deutschen Fußballbund (DFB) geforderten größeren Sitzschalen und fest verbautem Flutlicht“, schreibt Klaas Brümann von der Initiative kein Stadionbau. Warum wurde nicht gleichzeitig eine Anzeigetafel und Platz für die Ausrüstung der Footballer geschaffen, fragt er.

Die mit der Erarbeitung des Nutzungs- und Betriebskonzeptes beauftragte Agentur halte zwei Großveranstaltungen im Sommer und eine im Winter für möglich, so Brümann weiter. Außerdem liste das Konzept als zusätzliche Nutzung unter anderem die VfB-Geschäftsstelle und einen Fan-Shop auf. Brümann: „Bei dem, was bisher aus dem Nutzungs- und Betriebskonzept bekannt geworden ist, fehlt der Amateursport, die Jugend und Kultur völlig – mal abgesehen vom Gottesdienst und dem Rudelsingen.“

Verluste gedrückt

Laut Brümann sollen die jährlichen Verluste aus dem Drittligastadion unter die Zwei-Millionen-Marke gedrückt werden. Liegen die jährlichen Verluste nämlich über der genannten Marke, müsste das Stadion für mindestens 20 Prozent der Zeit für gemeinnützige

Veranstaltungen und den Breitensport, für kulturelle Events oder der Jugend zur Verfügung stehen. Ansonsten wäre der Bau rechtlich gesehen eine staatliche Beihilfe für die VfB Oldenburg Fußball GmbH und damit ein unzulässiger Eingriff in den europäischen Binnenmarkt für Berufsfußballer.

Stadion nicht für GmbH

Krogmann hatte demgegenüber immer wieder betont, dass das Stadion für den Fußball als Sport und nicht für die VfB Oldenburg Fußball GmbH gebaut werde. Zurzeit werde zudem das Nutzungskonzept erst erarbeitet. Das europäische Beihilferecht und alle rechtlichen Vorgaben würden Beachtung finden.

Der endgültige Beschluss zum Bau wird nach Vorliegen aller Gutachten im März/April nächsten Jahres im Oldenburger Stadtrat fallen.

Thomas Husmann
Thomas Husmann Redaktion Oldenburg
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