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BUND mit neuem Vorstand Frischer Wind bei den Naturschützern in Oldenburg

Vertreten die Interessen des BUND: Geschäftsführerin Gertrud Heuer und Hilmar Westholm (stellv. Vorsitzender Oldenburg Süd). Die Aufnahme entstand im naturnah angelegten Garten der Nordwest-Zeitung/Nordwest-Mediengruppe in Etzhorn.

Vertreten die Interessen des BUND: Geschäftsführerin Gertrud Heuer und Hilmar Westholm (stellv. Vorsitzender Oldenburg Süd). Die Aufnahme entstand im naturnah angelegten Garten der Nordwest-Zeitung/Nordwest-Mediengruppe in Etzhorn.

Thomas Husmann

Oldenburg - Ein neuer Vorstand und eine Geschäftsführerin mit halber Stelle: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) stellt sich neu auf. Dr. Hilmar Westholm (64) und Gertrud Heuer (53) als Geschäftsführerin mit halber Stelle wollen die Aktivitäten wieder aufleben lassen, die unter Corona sehr gelitten hatten.

Umstrukturierung

Damit einher geht eine Umstrukturierung. Unter dem Dach des Regionalverbandes „Oldenburg Süd“ finden sich die Kreisgruppen der Stadt Oldenburg, von Oldenburg Land , Delmenhorst sowie Vechta und Cloppenburg wieder. Vorsitzender ist Wulf Carius, Stellvertreter sind Hilmar Westholm und Christoph Overesch. Vorteil: Statt fünf Vorständen benötigt der BUND für dieses Gebiet nur noch einen.

Westholm war von 1996 bis 2001 Mitglied des Rates der Stadt Oldenburg. Dort gehörte er dem Umweltausschuss (Vorsitzender) und Verkehrsausschuss an. Als Freiberufler ist er in der Energiewendestrategieberatung aktiv und berät Landesregierungen zu Themen wie „Wärmewende“ und Kommunen zum Thema „Klimaneutralität“. Im BUND betreut er die Moor- und Klimaschutzgruppe.

Moorgebiete wichtig

Die Moorgebiete im Stadtgebiet und deren Bedeutung für die CO2-Bilanz stehen auch im Zentrum der Arbeit in Oldenburg. Die Arbeitsgruppe unternimmt Radtouren zu Stadtoldenburger Moorgebieten (u.a. Everstenmoor, Moorplacken, Drielaker Moor, Weißenmoor) sowie in die nähere Umgebung (z.B. Gellener Torfmörte), erarbeitet Grundlagen des Moor- und Klimaschutzes, analysiert die Konflikte um die Wiedervernässung und setzt sich gemeinsam mit anderen Kreisverbänden dafür ein, dass noch bestehende Moorbodenflächen nicht für Verkehrsprojekte wie den geplanten Neubau der A20 zerstört werden.

Viele Konfliktfelder

Der BUND stellt sich den Konfliktfeldern Naturschutz/Stadtentwicklung bzw. die Umwandlung freier Flächen zu Wohngebieten. Aus Sicht des BUND müsse höher gebaut und die stille Reserve (große, mit einer Person bewohnte Häuser) in den Blick genommen werden. Themen sind ferner laut Westholm die Biodiversität und der Klimawandel. Beim Thema Nutzung erneuerbarer Energien seien insbesondere in der Stadt Konflikte etwa beim Errichten von Windkrafträdern vorprogrammiert. Westholm: „Hier müssen wird uns positionieren.“

Mitglieder motivieren

Geschäftsführerin Gertrud Heuer ist Diplom-Landschaftsökologin und hat nach ihrem Studium in Oldenburg mehrere Jahre in Umweltplanungsbüros gearbeitet, was als Biotoptypenkartiererin selbstständig und hat außerdem mehrere Jahre im Regionalen Naturschutz beim Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz in Oldenburg gearbeitet und unter anderem große Naturschutzgebiete ausgewiesen. Sie sieht ihre Aufgaben neben der Betreuung der 700 Mitglieder und 150 Förderer darin, die Ehrenamtlichen zu fördern, zu motivieren und mit Informationsmaterial zu versorgen.

Thomas Husmann
Thomas Husmann Redaktion Oldenburg
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