Oldenburg - Der Bund will sich am Ausbau der Uni-Medizin in Oldenburg mit einer Summe von 2 Millionen Euro im Haushalt 2024 beteiligen. Das teilten der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Dennis Rohde und der FDP-Fraktionsvorsitzende Christian Dürr am Freitag nach der sogenannten Haushaltsbereinigungssitzung des Bundestags mit. Weiterhin sage der Bund zu weitere 6 Mio. Euro als sogenannte Euro Verpflichtungsermächtigungen bis 2027 der European Medical School (EMS) zur Verfügung zu stellen. Die Mittel dienen zur Unterstützung der Mediziner-Ausbildung mit dem Schwerpunkt „Ärztliche Versorgung im ländlichen Raum“. Erst am Dienstag hatte die Koalitionsfraktionen von SPD und Grünen in Niedersachsen beschlossen, die EMS im kommenden Jahr zusätzlich mit 5 Mio. Euro für die Lehre an den Kliniken zu unterstützen.

„Wir müssen die Gesundheitsversorgung gerade in ländlichen Regionen stärken“, sagte Dürr. Die EMS sei ein zentraler Medizin-Standort für die Region, aber die medizinischen Fakultäten in Hannover und Göttingen stehen deutlich besser da. „Dass wir als Koalition im Bund 8 Millionen Euro zusätzlich für die EMS zur Verfügung stellen, ist ein gutes Signal für die Versorgung im Nordwesten.“ Rohde, sagte die grenzüberschreitende Ausbildung von Medizinerinnen und Medizinern der EMS in Groningen und Oldenburg habe Vorbildcharakter. „Grundlagenforschung, klinische Forschung und Versorgungsforschung werden hier eng verknüpft.“ Das deutsch-niederländische Gemeinschaftsprojekt habe daher die Unterstützung aus dem Haushaltsausschuss des Bundes „mehr als verdient“.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent