Oldenburg - In letzter Sekunde wurde den Basketball-Senioren des Oldenburger TB der Titel bei den nationalen Meisterschaften der Ü-65-Teams entrissen. Die Lokalmatadore lagen im Endspiel der Bundes-Bestenspiele gegen die SG Halstenbek in der Sporthalle am Haarenufer kurz vor Schluss mit einem Punkt vorn, doch die Hamburger setzten noch den entscheidenden Nadelstich zum 32:31.
„Fassungslosigkeit“ nannte Klaus Kertscher vom OTB das Gefühl, das im Lager der Gastgeber erst einmal allgegenwärtig war. Es dauerte etwas, bis die Niederlage ansatzweise verdaut war. „Enttäuscht hat die Mannschaft keineswegs“, meinte Kertscher: „Sie zeigte wie alle Teams mit erfahrenen Spielern im Alter von 65 bis 75 Jahren beachtlich gute Basketball-Leistungen und körperliche Fitness. Bei den Meisterschaften im nächsten Jahr in München wollen alle Teams wieder dabei sein.“
Organisatorisch wurden die ersten Titelkämpfe nach zwei Jahren Corona-Pause von den OTBern um Turnier-Chef Peter Wandscher sehr gut gemeistert. Elf Teams mit 130 Spielern absolvierten an zwei Tagen insgesamt 30 Duelle und durften dazu mit Begleitpersonen einen Teamabend auf zwei Schiffen auf dem Zwischenahner Meer sowie eine Stadtführung erleben.
Sportlich lief es für den OTB in der Gruppe gegen SG Karlsruhe (33:9) und SG Osnabrück (33:13 – am Ende hinter der SG Gießen Vierter) nach Plan, ehe schon im Viertelfinale das Aus drohte. Die SG Charlottenburg wurde aber nach einem 4:10 am Ende durch einen Korb von Klaus Westerhoff und einen Dreier von Holger Smit mit 19:16 bezwungen.
Einem problemlosen 32:22 gegen Gießen folgte das Drama gegen Halstenbek. Beim Stand von 31:30 wurde Smit in der Endphase an die Freiwurflinie geschickt, traf aber nicht. Die verbleibenden 3,8 Sekunden reichten den flinken Hamburgern für einen weiten Pass mit einem Korbleger in der Schlusssekunde, der die OTB-Senioren schockte.
