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„Classic meets Pop“ in Oldenburg Wieder ein Ausfall – aber diesmal mit komischem Ende

Abschluss mit Knalleffekt: Zum großen Finale regnete es Konfetti und Luftschlangen.

Abschluss mit Knalleffekt: Zum großen Finale regnete es Konfetti und Luftschlangen.

Piet Meyer

Oldenburg - Kurz vor der Show kommt doch wieder der Ausfall. Nein, diesmal muss „Classic meets Pop“ nicht komplett gestrichen werden, so wie 2020 und die zwei folgenden Jahre wegen Corona. Diesmal ist „nur“ Künstlerin Lina Ziegler kurzfristig erkrankt. Schlimm genug für die Veranstalter. Gut für sie, dass die Moderatorin auch noch singen kann.

Annie Heger neckt sich wie in alten Zeiten (so lange ist die letzte Show gefühlt bereits her) mit Manfred Scholz durch den Abend. Nun muss sie auch noch einspringen und sich am Motto des Abends – „Confusion“ – abarbeiten. Etwas Konfusion gibt es nämlich, als sie den plattdeutschen Klassiker „Dat du min leefste büst“ in Rihannas Pop-Song „Umbrella“ (und alles im Stil der 50er) unterbringt und Scholz den Text sicherhaltshalber auf der Rückseite von „Classic meets Pop“-Plakaten präsentiert, jedoch beim Blättern kaum hinterher kommt. Was soll’s, aufs Ergebnis kommt es an und das Publikum nimmt die komische Einlage gerne mit.

Orchester als DJ

Das Motto bildet ansonsten den Leitfaden für zumindest Teile des Programms, bei dem unterschiedliche Musikstile aufeinandertreffen und vereint etwas Neues ergeben. Kammermusiker Paul Brady gibt bei „Wouldn’t it be good“ einen swingenden Nick Kershaw. Sopranistin Martha Eason verpasst dem David-Guetta-Song „She Wolf“ einen Spritzer Klassik, während das Oldenburgische Staatsorchester kurzerhand ins DJ-Fach wechselt. Wenn Dirigent Jason Weaver es anzeigt, folgen die Musiker. Klangliche Grenzen scheint es nicht zu geben.

Doch es ist nicht nur ein Abend der musikalischen Experimente. Höhepunkte sind auch die besonderen Stimmen, weil sie Emotionen ins Publikum tragen. Wenn Britta Hugh etwa aus dem Background vorne in die Bühnenmitte tritt, spürt man einfach, wie viel Freude sie an diesen Auftritten hat. Und Janek Kamps kann allein mit seiner kratzig-tiefen ersten Zeile von „Sound of Silence“ eine Gänsehaut-Welle durch die Arena schicken. Anica Russo, Kiron, Emily Fröhling – es sind noch viele starke Stimmen dabei.

Bereit für den Auftritt: die Band Wilson & Jeffrey mit (oben, von links) Carsten Rand, Christian Marwitz, Jan Grevé, (unten, von links) Malte Scharf, Hannes Rippka und Thomas Wester

WILSON & JEFFREY BEI „CLASSIC MEETS POP“ Drei Jahre dem Auftritt mit dem Oldenburgischen Staatsorchester entgegengefiebert

Patrick Buck
Oldenburg

Im Halbkreis

Die große EWE-Arena am meisten in Bewegung bringen indes die partyerprobten „United 4“, unter anderem mit ihrer Version von „An der Nordseeküste“. Die Band schafft es auch am besten, das Publikum in allen Richtungen gleichermaßen anzusprechen. Erstmals steht die Bühne quer in der Halle, das Parkett ist im Halbkreis darum angeordnet. Die Zuschauer ganz links und rechts ausreichend einzubeziehen, ist insbesondere für die Solokünstler nicht ganz leicht.

Der guten Stimmung schadet das allerdings nicht. Alle bleiben bis zur Zugabe. Und viele werden wiederkommen. Diesmal gibt es hoffentlich weniger Wartezeit. Die nächste Show ist für den 16. März 2024 angesetzt. Der Vorverkauf hat bereits begonnen, einige hundert Karten sind bereits vergriffen.

Patrick Buck
Patrick Buck Redaktion Oldenburg (Stv. Leitung)
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