Oldenburg - Angesichts sich ändernder Regeln in der Corona-Pandemie und ungeachtet hoher Zahlen der Neuinfektionen hat die Hedgehog GmbH ihre vier verbliebenen Testzentren in der Stadt geschlossen. Die Pandemie gehe nun in eine neue Phase mit deutlich reduzierten Schutz- und Abstandsmaßnahmen, so der alleinige Gesellschafter und Geschäftsführer Prof. Dr. Gregor Theilmeier. Auch die Testaktivitäten gingen deutlich zurück. Die Standorte am Bahnhofsplatz, auf dem Schlossplatz, am Kaufpark Kreyenbrück und auf dem Gelände des Famila-Centers in Wechloy hätten deshalb den Betrieb zum 1. April eingestellt. In Wechloy und Kreyenbrück gibt es aber weiterhin Testangebote.
Niedergelassene Ärzte
„In Oldenburg existiert eine Vielzahl von weiteren Testcentern, das RKI hat erst heute festgestellt, dass der Höhepunkt, der aktuellen Welle überschritten sei, die Schutzmaßnahmen sind drastisch liberalisiert worden, das Gesundheitssystem bleibt stabil“, so Theilmeier. „Insbesondere hat der Nachweis einer Infektion in einem Testcenter immer weniger Konsequenzen.“ Er fordert, dass die Diagnostik von Erkrankten nun nach und nach vollständig in die Hand der niedergelassenen Ärzte zurückkehren solle.
Kapazitäten reduzieren
„Vor diesem Hintergrund ist es aus meiner Sicht vertretbar, die Testkapazitäten nun deutlich zu reduzieren.“ Hinzu trete die erneute und fortgesetzte Unsicherheit über die Bedingungen unter denen künftig Testcenter betrieben werden sollen.
Das Unternehmen hat nach Angaben Theilmeiers insgesamt rund 150 Personen überwiegend in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen beschäftigt und eine Vielzahl von Antigenschnelltests und PCR-Tests an zwischenzeitlich bis zu acht Standorten durchgeführt. Das erste Testzentrum startete in der Vorweihnachtszeit 2020 am Bahnhof.
Theilmeier kündigte an, in Kürze mit einem neuen und differenzierteren Test- und Impfangebot wieder an den Start zu gehen. Zu diesem Zweck hat er eine Privatpraxis unter seinem Namen gegründet.
