Oldenburg - Wohin mit dem alten Öl von den frittierten Pommes oder den Chicken Nuggets? Oder dem Fett, dass aus dem Braten heraus gebrutzelt ist? Speisefette und auch Speiseöle gehören nicht in den Ausguss, so viel ist eigentlich klar. Und trotzdem werden sie nicht selten da hinein gekippt und führen zu Verstopfungen und hartnäckigen Ablagerungen in den Rohrleitungen und letztlich zu einer unnötigen Belastung der Kläranlagen. Auch die Entsorgung über die Biotonne oder über den eigenen Komposthaufen ist nicht erlaubt beziehungsweise nicht sinnvoll. Diese Fette stören bei der Kompostierung, sie sollen nicht ins Grundwasser gelangen und sie locken Ratten an. In Oldenburg gibt es mittlerweile mit der OckoBox die Lösung.
Was ist die OckoBox ?
Die OckoBox ist im Grund nichts anderes als eine Mülltonne, in der alte Speise- und Frittieröle sowie Speise- und Frittierfette kostenlos entsorgt werden können. Bernd Goldenstein von Bio Service Nord, das Friesoyther Unternehmen, welches die Tonnen in Oldenburg aufstellt, erklärt, dass die anfallenden Öle abgekühlt in Plastikflaschen abzufüllen sind und damit in die Tonne geworfen werden können. Feste Fette können in Plastiktüten verpackt werden. Die Stoffe dürfen nicht unverpackt oder in Glasbehältern in den Sammelbehältern entsorgt werden. Motoröle und ähnliches gehören nicht in die OckoBox.
Wo gibt es die Sammelbehälter ?
Die OckoBox steht an der Wertstoffannahmestelle Neuenwege am Barkenweg 6 in Oldenburg. „Aber auch bei den Oldenburger Märkten von Aktiv & Irma haben wird die Tonnen nun aufgestellt“, berichtet Bernd Goldenstein, der hofft, dass das Angebot von den Oldenburgern nun gut angenommen wird.
Was passiert mit den Ölen und Fetten ?
Die Tonnen werden regelmäßig getauscht und geleert, erläutert Goldenstein: „Wir zerstören die Plastikflaschen und filtern alles Plastik heraus.“ Anschließend werde das Fett aufbereitet, erhitzt und für die Produktion von Biodiesel genutzt. Informationen dazu gibt es auch unter www.ocko.online.
