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Erste Pläne für Marschwegstadion 1928 „Stätte der Volksgesundheit, Lebensfreude und Naturschönheit“

Aus  Bauschutt wurden 1951 die Tribünen des Marschwegstadions errichtet. Den Auftrag hatte die Stadt an  Notstandsarbeiter vergeben.

Aus Bauschutt wurden 1951 die Tribünen des Marschwegstadions errichtet. Den Auftrag hatte die Stadt an Notstandsarbeiter vergeben.

Stadtmuseum Oldenburg/Günter Nordhausen

Oldenburg - Die Geschichte des Marschwegstadions reicht fast 100 Jahre zurück. Ein Volontär des Stadtmuseums Oldenburg, Alexander Duschek, hat sie aufgeschrieben.

Schon 1928 regte der damalige Geschäftsführer des Stadtausschusses für Leibesübungen, Wilhelm Braungardt, den Bau einer Sportanlage an. Zusammen mit den „Flussbadeanstalten“ an der Hunte sollte sie ein gemeinsames Zentrum für Wasser- und Rasensport bilden. Das geplante Vorhaben betrachtete Braungardt als eine „Stätte der Volksgesundheit, Lebensfreude und Naturschönheit“, die dem Landesstaat und seiner Hauptstadt Oldenburg Anerkennung im gesamten Deutschen Reich bescheren sollte.

1948 erster Spatenstich

Doch Braungardts Ideenskizzen sollten erst knapp zehn Jahre später im Rahmen stadtplanerischer Projekte der nationalsozialistischen Gauhauptstadt umgesetzt werden. 1939 forderte der damalige Oberbürgermeister Heinrich Rabeling eine Beschleunigung der Planungsarbeiten für ein Erholungszentrum nahe des Schlossgartens. Ein offizieller Beschluss zur Umsetzung erfolgte allerdings erst nach dem Zweiten Weltkrieg: 1947 legten die Sportvereine des Kreissportbundes Oldenburg, die selbst aktiv in die Schaffung involviert werden wollten, dem Stadtrat einen entsprechenden Antrag vor. Am 9. Februar 1948 wurde der erste Spatenstich für den Bau gesetzt. Die offizielle Einweihung der Anlage erfolgte 1951. Der Untergrund des Geländes bereitet von Zeit zu Zeit Grund zur Sorge: da das Stadion auf einer ehemaligen Mülldeponie gebaut wurde, besteht noch immer das Risiko von Bodenversackungen.

Nutzung umstritten

Mit der Erweiterung der Sportanlage am Marschweg und deren Umwandlung in ein Stadion inklusive der Fußball- und Leichtathletikplätze entbrannte in den 1950er Jahren eine Debatte um den eigentlichen Zweck der Stätte. Nachdem sich weder die freien Sportvereine noch die Schulsportinitiativen mit ihren Forderungen zur jeweiligen Nutzung des Geländes durchsetzen konnten, erhielt das Marschwegstadion in den 1960er Jahren mit der überdachten Tribüne sein heutiges Konzept. Mit Blick auf den Aufstieg des VfB Oldenburg in die 2. Bundesliga ließ die Stadt 1995/96 das Stadion für 8 Millionen DM für die damaligen „zweitligatauglichen“ Ansprüche sanieren.

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