Zuallererst: Ich bin nicht grundsätzlich gegen die Tötung von Tieren. Ich esse Fleisch und habe volles Verständnis dafür, wenn Mäuse oder andere Versuchstiere seziert werden, um die Wirkung von Medikamenten gegen Krebs oder andere Krankheiten zu untersuchen.

Allerdings bin ich gegen das reine Forschen um jeden Preis. Bringt es die Menschheit tatsächlich weiter, wenn sie durch das Untersuchen von Rotkehlchen-Gehirnen erfährt, wie sich Zugvögel orientieren? Wo ist der wirkliche Nutzen, der die Tötung rechtfertigt? Wissenschaft darf kein Selbstzweck sein. Wenn sie schon Grenzen überschreiten muss, sollte der Schritt in diese Richtung auch uns alle nach vorne bringen. Doch diese Voraussetzung sehe ich bei den Oldenburger Forschern nicht.

Patrick Buck
Patrick Buck Redaktion Oldenburg (Stv. Leitung)