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European Medical School Grundstückskauf sichert Unimedizin endgültig

Zufriedene Gesichter auf dem Gelände der Universitätsmedizin: Hans Gerd Nothwang (von links), Julia Figura, Björn Thümler und Reinhold Hilbers

Zufriedene Gesichter auf dem Gelände der Universitätsmedizin: Hans Gerd Nothwang (von links), Julia Figura, Björn Thümler und Reinhold Hilbers

Markus Minten

Oldenburg - Beim weiteren Ausbau der European Medical School ist am Donnerstag ein wichtiger Schritt gemacht worden: Die Stadt Oldenburg hat dem Land Niedersachsen das Grundstück an der Straße Im Technologiepark (hinter der Finca & Bar Celona) verkauft. Auf dem insgesamt knapp 2,3 Hektar großen Grundstück sollen in drei Bauabschnitten Labor-, Lehr- und Bürogebäude mit einer Gesamtnutzfläche von rund 12.400 Quadratmetern für die medizinische Fakultät entstehen. Die Gebäude entstehen unweit zum Campus Wechloy und zum Campus Haarentor.

Meinung
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NWZ-KOMMENTAR ZUR UNIVERSITÄTSMEDIZIN OLDENBURG Weiter investieren

Investition in Zukunft

Jetzt sei die Medizinerausbildung in Oldenburg für die Zukunft endgültig gesichert, betonte Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU). „Der Prozess ist nun nicht mehr umkehrbar.“ Oldenburgs Finanzdezernentin Dr. Julia Figura freute sich nicht nur über eine ordentliche Summe im Stadthaushalt, sondern vor allem über eine „Investition in die Zukunft und die Daseinsvorsorge“. Prof. Dr. Hans Gerd Nothwang hob den Standort nahe der Universität hervor: „Da können wir Synergien nutzen“, meinte er mit Blick auf die Naturwissenschaften auf dem Campus Wechloy. Für den Dekan der medizinischen Fakultät hat der Kauf auch „große Symbolkraft“ und dürfte helfen, Professuren zu besetzen und Fachpersonal zu halten. Auch die Möglichkeit, etwas aufbauen und mitgestalten zu können, dürfte bei weiteren Berufungen eine Rolle spielen, so Hilbers.

Bezug Ende 2028

Bis etwas zu sehen sein wird, wird es aber noch dauern. Baubeginn ist für das zweite Halbjahr 2024 vorgesehen, die Planungen laufen. Unter anderem auch durch den Bau von zwei Laboren mit hohem Sicherheitsniveau dürfte sich die Bauzeit über mehrere Jahre hinziehen. Ende 2028 will die Universitätsmedizin nach Worten von Nothwang das Gebäude des 1. Bauabschnitts beziehen. Verbaut sein sollen dann rund 61,5 Millionen Euro. Auf rund 4000 Quadratmetern entstehen zunächst insbesondere Labor- und Büroflächen sowie Lehrflächen der Anatomie. „Dann ist die Nassanatomie nicht mehr das Nadelöhr“, freute sich Thümler, dass der Aufwuchs des Studiengangs fortgesetzt werden kann. Derzeit nutzen die Studenten der EMS entsprechende Räume der Partneruniversität Groningen.

Weitere Bauabschnitte

Drei Bauabschnitte sind geplant. Für den ersten sei der Planungsauftrag bereits erteilt, betonte Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU). Er geht davon aus, dass im Umfeld weitere Ansiedlungen folgen. In unmittelbarer Nachbarschaft entsteht gerade ein Gebäude für das Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität (HIFMB). Im zweiten Bauabschnitt sollen auf rund 3500 Quadratmetern Nutzfläche Labore und Büros für die medizinische Forschung entstehen. Auch die Finanzierung dieses Abschnitts sieht Hilbers als gesichert an. Er verweist auf eine Verpflichtungsermächtigung in der mittelfrististigen Finanzplanung des Landes. Im dritten Bauabschnitt – dessen Finanzierung noch offen ist – ist ein Lehrgebäude (rund 4900 Quadratmeter) mit Hörsälen, Seminar- und Praktikumsräumen vorgesehen.

Markus Minten
Markus Minten Stadt Oldenburg und Ammerland (Leitung)
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