Eversten/Varrelbusch - Mit der Öffnung der Selbstpflück-Felder in diesen Tagen beginnt sie so richtig: die Erdbeerzeit. In den Supermarkten und an den Straßenständen stehen heimische Früchte aber schon länger zum Verkauf. An einem Stand an der Hundsmühler Straße erstand Jutta Neuhaus kürzlich eine Schale mit kuriosem Inhalt: Bei einigen der Erdbeeren war die Außenseite mit kleinen Blättchen bewachsen. „Wie kommt es zu dieser lustigen Mutation?“, fragte sie sich.

Die Frage reichte die NWZ weiter an den Anbieter der Früchte, den Frischehof Döpke aus Varrelbusch im Landkreis Cloppenburg. „Das liegt an dem Kälteeinbruch, den es kürzlich gab“, erklärt Hof-Chef Andreas Döpke. Natürlichweise seien die Erdbeeren zu dieser Zeit eigentlich erst in der Blüte.

Durch Maßnahmen wie Folien auf den Feldern wird die Saison allerdings immer weiter nach vorne verlegt, die Früchte reifen früher. Dann bekamen sie noch einmal Frost. „Durch den Kältereiz denken die Erdbeeren quasi, dass danach der Frühling kommt und fangen an zu keimen.“ Deshalb sprießen aus den Samen auf der Außenseite die kleinen Blätter. Das komme aber lediglich im Promillebereich vor. Solche Früchten werden normalerweise aussortiert. In diesem Fall wurden sie einfach übersehen.

Patrick Buck
Patrick Buck Redaktion Oldenburg (Stv. Leitung)