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Fahrradstraßen in Oldenburg Mehr Platz für Radfahrer, weniger für Autos – Pläne bergen Konfliktpotenzial

Situation in der Fahrradstraße Katharinenstraße: Parkende Autos nehmen viel Platz ein.

Situation in der Fahrradstraße Katharinenstraße: Parkende Autos nehmen viel Platz ein.

Patrick Buck

Oldenburg - Die Stadtverwaltung setzt den mehrheitlich beschlossenen Weg fort, die Infrastruktur für Fahrradfahrer zu verbessern – und blick dabei weiter auch auf Fahrradstraßen. Allerdings zeigt der aktuelle Zwischenstand, der am Montag, 11. September, 17 Uhr, im Verkehrsausschuss (Alte Fleiwa) vorgestellt wird, dass es nur stückweise vorangeht. Zudem bergen die Pläne erneut Konfliktpotenzial, weil weitere Parkplätze weichen sollen.

Katharinenstraße

Die Fahrradstraße Haareneschstraße/Katharinenstraße gibt es bereits seit 1999. Sie gilt unter vielen Radfahrern allerdings als das Gegenteil eines Musterbeispiels. Viele versetzt parkende Autos und eine nicht gerade geringe Nutzung durch den Kfz-Verkehr sorgen eher dafür, dass die Fahrradstraße von einigen Radfahrern sogar gemieden wird. Das soll sich nun ändern – allerdings nur zum Teil.

Die Stadtverwaltung betrachtet den Bereich laut Ausschussvorlage in zwei Teilen: Die Bedeutung der Haareneschstraße zwischen Westkreuz und Auguststraße für den Radverkehr habe nachgelassen. Die Stadt führt das auf die Fahrradstraße Haarenufer als bessere Alternative zurück. Mögliche Maßnahmen will sie daher für diesen Abschnitt zunächst zurückstellen, man befinde sich jedoch in der internen Abstimmung.

Anders sieht es für die Katharinenstraße zwischen Auguststraße und Peterstraße aus. Hier gebe es für den Radverkehr wichtige Wegebeziehungen zum PFL, zum Evangelischen Krankenhaus und über den Steinweg auch zur Innenstadt. Darum will die Verwaltung auf diesen knapp 350 Metern die Gestaltungsrichtlinien für Fahrradstraßen anwenden. Ein Kernpunkt davon ist eine mindestens vier Meter breite Fahrgasse. „Dazu muss der ruhende Kfz-Verkehr weichen. Dies bedeutet eine Aufhebung von zwölf markierten Stellplätzen in der Katharinenstraße, welche sich in der Bewohnerparkzone B befinden“, heißt es in der Vorlagen. Ob auch die Kfz-Einschränkung „Anlieger frei“ gelten soll, ist ihr nicht zu entnehmen. Die Anlieger sollen mit ausreichend Vorlauf zur Umsetzung über die Maßnahmen informiert werden.

Fliegerhorst-Achse

Die Fahrradstraßen-Achse vom Fliegerhorst in die Innenstadt wird in drei Teilen betrachtet. Im südlichen Bereich geht es laut Verwaltung zunächst um Vorfahrtsänderungen. Im Zuge des Ausbaus der Ziegelhofstraße (wohl 2025) sind auch Umbaumaßnahmen an den Kreuzungen vorgesehen. Von der Saarstraße bis zur Wardenburgstraße wird im Frühjahr 2024 „der ruhende Verkehr neu geordnet“, wie es heißt. Es wird also (sofern die Straßenbreiten es zulassen) feste Stellplätze geben.

Im mittleren Abschnitt gibt es indes von der Autobahn GmbH offenbar positive Signale für einen Tunnel unter dem Autobahndamm. Aktuell fehlt die direkte Verbindung zwischen Babenend und Nedderend. Die Umsetzung soll weiter geprüft werden.

Weiter nördlich ist laut Verwaltung der Umbau der Kreuzung Babenend/Mittelweg/Siebenbürger Straße notwendig. Dies soll zusammen mit dem Ausbau der Siebenbürger Straße in Richtung Alexanderstraße geschehen – allerdings frühestens 2026.

Quellenweg

An der Fahrradstraße Quellenweg fehlen noch Markierungen. Zudem sollen „etwa 40 Stellplätze“ (zuletzt war von 43 möglichen Stellplätzen die Rede gewesen) mit Rasengittersteinen hergestellt werden, Start noch in diesem Jahr. Angekündigt war, dass es dafür Änderungen an den Gräben geben soll. Die Maßnahme kostet rund 65.000 Euro.

In 2024 soll die Kreuzung Quellenweg/Haarenfeld so umgebaut werden, dass die Fahrradstraße Vorfahrt bekommt (Kosten: rund 210.000 Euro). An der Bloherfelder Straße soll für rund 110.000 Euro eine Querungshilfe angelegt werden.

Patrick Buck
Patrick Buck Redaktion Oldenburg (Stv. Leitung)
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