Oldenburg - Der Feuerwehr wurde am Mittwochmittag ein „Gebäudebrand groß“ gemeldet. Die Adresse war die der Grundschule Ofenerdiek an der Lagerstraße. Glücklicherweise war der Vorfall dann doch nicht so dramatisch, wie die Mitteilung befürchten ließ, und der Einsatz schnell wieder beendet. Die Schülerinnen und Schüler erlebten dennoch eine Zeit zwischen Aufregung und zum Teil auch Angst.
Die Berufsfeuerwehr war gegen 13 Uhr informiert worden und rückte ob der Meldung natürlich mit großer Mannschaft aus. Vor Ort konnten die Helfer bereits durchs Fenster des einen Gebäudetrakts eine starke Rauchentwicklung beobachteten, berichtete Einsatzleiter Wilko Onken. Dort befindet sich die Pausenhalle der Schule.
Geschmolzenes Plastik
Die Feuerwehrleute rückten dann mit Atemschutzgeräten in das Gebäude vor und stellten fest, dass der Rauch aus den Toilettenräumen kam. Laut Onken brannte in einer der Kabinen ein Toilettenrollenhalter. Zwar nicht lichterloh, aber ebenso, dass es durch das schmelzende Plastik zu extremer Rauchentwicklung kam. Dies bekamen die Feuerwehleute schnell unter Kontrolle und machten sich im Anschluss sofort daran, den Qualm aus dem Gebäude zu entfernen. In weniger als einer Stunde war der Einsatz beendet.
Zu einem zweiten Einsatz an der Lagerstraße ist die Feuerwehr am Mittwochnachmittag kurz nach 15 Uhr gerufen worden. Direkt gegenüber der Grundschule Ofenerdiek kam es auf einer kleinen Rasenfläche zu einem Flächenbrand, der schnell gelöscht werden konnte. Auch hier ist die Ursache unklar.
Zu dem Zeitpunkt warteten viele Schülerinnen und Schüler noch auf dem Sportplatz hinter dem Schulgebäude, der im Falle eines Feueralarms als Sammelpunkt genutzt wird. Aus Elternkreisen hieß es im Anschluss, dass einige Kinder von dem Vorfall doch recht mitgenommen waren. Viele wurden nach einem Anruf der Schule vorzeitig abgeholt. Die Betreuung bis zum regulären Ende des Ganztagsbetriebs wurde aber sichergestellt.
Die gute Nachricht: Verletzte gab es nicht, auch in unmittelbarer Gefahr schwebte keines der Kinder. Als die Feuerwehr eintraf, war das Gebäude bereits leer, so Einsatzleiter Onken.
Wie Schulleiter Oliver Grewe berichtete, war der Feueralarm in der Pausenzeit nach der fünften Stunde ausgelöst worden. Die meisten Schüler befanden sich daher bereits draußen, waren schon auf dem Weg nach Hause oder saßen beim Essen in der Mensa der gegenüberliegenden Oberschule.
Schüler am Sammelpunkt
Die vorgesehenen Maßnahmen im Falle eines Alarms seinen dann sehr gut umgesetzt worden, so Grewe. „Die zuständigen Lehrer und Betreuer haben ihre Gruppen gesammelt, durchgezählt und alles an mich weitergemeldet. Ich habe dies dann an die Einsatzleitung weitergegeben.“
Der Schulbetrieb kann nach Informationen der Stadt normal weiterlaufen. Die Klassenzimmer sind von dem Brand nicht betroffen. Allerdings müssen die verrauchten Pausenhalle und die Toiletten erst einmal gesperrt bleiben und wohl von einer Spezialfirma bereinigt werden.
Wer oder was das Feuer ausgelöst hat, war am Mittwoch nicht bekannt. Die Polizei teilte auf Nachfrage mit, dass Ermittlungen aufgrund des fehlenden Gebäudeschadens nicht vorgesehen sind.
