Oldenburg - Wie geht man damit um, wenn der eigene Vater eine Berühmtheit ist, und eine umstrittene dazu? Die Filmemacherin Konstanze Radziwill hat getan, was beruflich nahelag: Gemeinsam mit ihrer Kollegin Gerburg Rhode-Dahl hat sie das Leben ihres Vaters in einem Dokumentarfilm durchleuchtet. Während die Kindheitserinnerungen der Tochter dabei so persönlich wie Tagebucheinträge wirken, lassen die Gespräche mit Zeitzeugen unterschiedliche Perspektiven auf den Mann und Maler zu. Dabei spart der Film auch die strittige Stellung von Franz Radziwill im Nationalsozialismus nicht aus. Seit dem Auftauchen eines nicht autorisierten Interviews mit dem Maler aus dem Jahr vor seinem Tod, dass im derzeitigen Theaterprojekt des Oldenburgischen Staatstheaters Radziwill oder der Riss durch die Zeit thematisiert wird, ist wieder die Frage aufgekommen: Wie stand Franz Radziwill zum Nationalsozialismus?

Der Film „Konsequent Inkonsequent: Der Maler Franz Radziwill“ lädt dazu ein, ihn aus Sicht der ihn umgebenden Menschen kennenzulernen. Im Anschluss an die Vorstellung am Sonntag, 7. Mai um 11 Uhr besteht Gelegenheit zum Gespräch mit den beiden Filmemacherinnen und dem Radziwill-Biografen Eberhard Schmidt.