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Debatte um neue Straße in Oldenburg Gegner der Fliegerhorststraße sehen in Rechtsabbiegespur die Lösung

Sind überzeugt davon, dass es ohne Fliegerhorststraße geht: (von links) Frederike Brunswick, Lea Vilchez, Jürgen Pieper und Carlsson Skiba

Sind überzeugt davon, dass es ohne Fliegerhorststraße geht: (von links) Frederike Brunswick, Lea Vilchez, Jürgen Pieper und Carlsson Skiba

Patrick Buck

Oldenburg - Lässt sich durch den Umbau einer Kreuzung der Bau der sogenannten Fliegerhorststraße verhindern? Die Gegner des Verkehrsprojekts sind davon überzeugt. Auch das kürzlich von der Stadt veröffentlichte Gutachten zur sogenannten Nullvariante, also eine Planung ohne neue Straße, interpretieren sie zu ihren Gunsten. Zugleich präsentieren sie eine weitere Gutachterstellungnahme.

„Wie das Gutachten von SHP Ingenieure im Auftrag der Stadt Oldenburg kommt auch das nun veröffentlichte Gutachten von Dr. Bondzio (BBW – Ingenieurgesellschaft Brilon Bondzio Weiser) zu dem Ergebnis, dass die Erschließung des Fliegerhorstes alleinig über die Alexanderstraße unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist“, heißt es in einer Mitteilung des Bündnisses „Wald Wasser Wiesen Retten“ (WWWR). Die Stellungnahme wurde vom Kläger im Rahmen des gerichtlichen Normenkontrollverfahrens eingeholt. Die Entscheidung des Gerichts wird für dieses Frühjahr erwartet.

Rückstau auf der Alexanderstraße an der Kreuzung mit dem Brookweg/Bürgerbuschweg: Für den Verkehr aus Richtung Norden ist das schon heute Alltag.

GUTACHTEN ZUR NULL-VARIANTE EINSEHBAR Debatte um Fliegerhorststraße – Das sind die Problemkreuzungen auf der Alexanderstraße

Patrick Buck
Oldenburg

Planskizze erstellt

Das Gutachten der Stadt hatte vor allem die Kreuzung Alexanderstraße / Brookweg /Bürgerbuschweg als Problemknotenpunkt ausgemacht. Darauf konzentriert sich auch die BBW-Stellungnahme. „Hier zeigen die Untersuchungen, dass sich mit vergleichsweise geringem Aufwand ein Ausbaustand herstellen lässt, mit dem an diesem Knotenpunkt eine mindestens ausreichende Qualität des Verkehrsablaufs gewährleistet werden kann“, heißt es darin. Damit gemeint ist insbesondere eine zusätzliche Spur für den Verkehr, der von Norden kommend nach rechts in den Brookweg einbiegen will. Damit soll es weniger Stau auf der Geradeausspur geben.

BBW hat in dem Zuge gleich eine Planskizze erstellt, nach der der Bau der Spur möglich sei. Dafür würde die jetzige Rad- und Gehwegspur wegfallen. Fußgänger und Radfahrer würden nach der Idee des Bündnisses den bereits vorhandenen Weg hinter den Bäumen nutzen. „Den könnte man in dem Zuge auch befestigen“, sagt Jürgen Pieper von WWWR.

Die Stadt hatte den Umbau der Kreuzung gegenüber unserer Redaktion als Option bereits abgelehnt. Einige nötige Flächen seien nicht im Besitz der Stadt und der angrenzende Bürgerbusch ein Landschaftsschutzgebiet. Das Bündnis hält eine Umsetzung für möglich, wenn der politische Wille da ist. Auch wenn das hieße, dass einige Bäume im Bereich der Kreuzung weichen müssten. „Das ist kein Vergleich mit dem wertvollsten Amphibiengebiet der Stadt“, sagt Carlsson Skiba vom Bündnis mit Blick auf das Gebiet, wo die neue Straße gebaut werden soll.

Moratorium verlängern

Ein abschließendes Urteil zur Nullvariante fällt der BBW-Gutachter übrigens nicht. Dies könne erst nach weiteren Untersuchungen erfolgen. Er spricht sich allerdings klar dafür aus, diese Option in die weiteren Überlegungen einzubeziehen. Deshalb hat das Bündnis weiterhin das Ziel, das Baumoratorium zu verlängern und über die Politik eine umfangreiche Bedarfsanalyse auf den Weg zu bringen.

Für den Verkehrsausschuss am kommenden Montag, 19. Februar, ab 17 Uhr in der Alten Fleiwa an der Industriestraße, liegt ein Antrag des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) vor. Gefordert wird, das von der Stadt neu veröffentlichte Gutachten zur Nullvariante vorzustellen. In dem Zuge soll auch die Stellungnahme des Gegengutachters zur Sprache gebracht werden.

Patrick Buck
Patrick Buck Redaktion Oldenburg (Stv. Leitung)
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