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Förderprogramme gut angenommen Stadt gibt Kohle für den Klimaschutz

Förderwürdig: Die Stadt unterstützt den Einsatz   von Klein-Solaranlagen, wie hier auf dem Garagendach von     Prof. Dr. Peter Janiesch

Förderwürdig: Die Stadt unterstützt den Einsatz von Klein-Solaranlagen, wie hier auf dem Garagendach von Prof. Dr. Peter Janiesch

Sascha Stüber

Oldenburg - Die Stadt Oldenburg bietet eine Reihe von Förderprogrammen an, die einen gemeinsamen Zweck haben: Mehr Klimaschutz. „Damit wir das Ziel erreichen, Oldenburg bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu machen, braucht es mehr als gute Vorsätze. Unsere Förderprogramme schaffen einen verbindlichen Rahmen und ermöglichen die Umsetzung vieler konkreter Maßnahmen“, betont Oberbürgermeister Jürgen Krogmann.

Große Potenziale

Zuschüsse gibt es für neue Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach oder am Balkon, für die energetische Sanierung von Altbauten, für besonders energieeffiziente Neubauten sowie für Gründächer und die Fassadenbegrünung. Auch im Mobilitätsbereich gibt es große Potenziale zur CO2-Reduktion. Neben der generellen Stärkung der öffentlichen Verkehrsmittel und des Fuß- und Radverkehrs gibt es deshalb auch hier Förderprogramme wie die Lastenradförderung oder auch die Förderung von Carsharing-Angeboten. Hervorzuheben ist zudem die Richtlinie „Alle fürs Klima“, aus der alle Bürgerinnen und Bürger Unterstützung für ihre Klimaschutzideen, wie beispielsweise Bildungs-, Kultur- oder Naturschutzprojekte, bekommen können, so Krogmann.

Gut angenommen

Dass die Programme sehr gut angenommen werden, zeigt ein Blick auf die Zahlen aus 2021. Die beiden neuen Programme Lastenradförderung und „Alle fürs Klima“ waren im vergangenen Jahr so stark nachgefragt, dass die Budgets noch im laufenden Jahr kräftig angehoben wurden. Bei der Altbauförderung wurde wie schon im Vorjahr das Budget von 400000 Euro vollständig genutzt, um so fast 300 Gebäude klimagerecht sanieren zu können. Bei der Förderrichtlinie Photovoltaik konnten die eingeplanten 500000 Euro zum Jahresende komplett ausgeschöpft werden. Fast 550 neue Solarstromanlagen mit einer Leistung von rund 3645 Kilowatt Peak können damit ans Netz gehen. Rechnerisch werden mit den neuen Anlagen jedes Jahr circa 1700 Tonnen CO2 eingespart.

Viel Geld fürs Klima

Die Klimaschutz-Programme werden auch im Jahr 2022 fortgeführt und ausgebaut. Mit dem Haushaltsentwurf der Verwaltung stehen für die Photovoltaikförderung eine Million Euro und für die Altbausanierung 500000 Euro zur Verfügung. Neu in der Erarbeitung ist eine Förderrichtlinie für klimagerechte Wärmeversorgungsanlagen. Hieraus sollen unter anderem Wärmepumpen bezuschusst werden.

In 2021 wurden zudem steckerfertige Balkonmodule neu in die Photovoltaik-Richtlinie aufgenommen. Mit den günstigen Anlagen können auch Mieterinnen und Mieter oder Bürgerinnen und Bürger mit wenig Platz einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Über 100 sogenannte Mini-PV-Anlagen haben 2021 eine Förderung in Höhe von je 300 Euro erhalten, viele davon sind auch kurz nach der Beantragung in Betrieb gegangen, oft aufgeständert auf Garagendächern.

Anträge für 2022 können ab jetzt gestellt werden. Eine Übersicht findet sich unter der Rubrik „Förderung“ auf der Internetseite www.oldenburg.de/klima. Infos unter Tel. 235-4444 oder im Fachdienst Klimaschutz unter klima@stadt-oldenburg.de

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