Oldenburg - Im Duell von zwei Mannschaften, die sich beide erst auf den letzten Drücker das Ticket für die Aufstiegsrunde gesichert hatten, wollen die Oberliga-Fußballer des VfL Oldenburg an diesem Samstag (16 Uhr, Stadion Bischofsholer Damm) bei Arminia Hannover einen guten Start ins Rennen der jeweils fünf besten Teams der beiden Vorrundenstaffeln erwischen. Um noch in den Kampf um den direkten Aufstiegs- und den Relegationsplatz eingreifen zu können, müssten die als Tabellenachter loslegenden Oldenburger (8 Punkte) wie das Schlusslicht aus der Landeshauptstadt (7) schon eine bärenstarke Runde spielen. Um eine schnelle Langeweile zu verhindern, müsste schon ein guter Auftakt her.
Gewinnen und planen
„Natürlich ist der Rückstand schon erheblich“, sagt VfL-Sportleiter Detlef Blancke zur möglichen Langeweile. Germania Egestorf/Langreder (17) startet als Erster vor BW Lohne (14) und Kickers Emden (13). „Wir wollen aber trotzdem möglichst viele Spiele gewinnen“, meint Blancke: „Außerdem werden die Leistungen in der Aufstiegsrunde auch ein Maßstab für die Kaderplanung für die nächste Saison sein.“
Der VfL gewann fünf seiner acht Testspiele, drei endeten remis. Arminia hat vor einer Woche schon das erste Pflichtspiel bestritten. Durch ein 2:1 gegen SVG Göttingen wurde das Halbfinale des unteren Landespokals erreicht.
Natürlich und künstlich
Zu den VfL-Gegnern gehörten die Regionalligisten FC Oberneuland (3:0), SSV Jeddeloh (1:1) und Atlas Delmenhorst (4:4). Alle acht Partien fanden jedoch auf Kunstrasen statt. In Hannover wird auf Naturrasen gespielt. „Wir haben in dieser Woche in Ofen trainiert, um uns an die Platzverhältnisse zu gewöhnen“, erklärt Coach Lasse Otremba.
Auch der Spieltermin stößt bei den Oldenburgern nicht auf Gegenliebe. Arminia hatte das Spiel ohne Rücksprache auf Samstag vorgezogen, weil Zweitligist Hannover 96 am Sonntag daheim gegen Nürnberg spielt. Dadurch muss der VfL auf einige beruflich verhinderte Spieler verzichten.
Größer und kleiner
„Mit dem Klassenerhalt haben wir unser Ziel erreicht. Nun wollen wir in der Tabelle noch möglichst weit nach oben klettern und mit unseren Fans die weiten Auswärtsfahrten in den Nordwesten organisieren“, sagt Arminia-Vorstand Wolfgang Willig zu den Zielen des Schlusslichts. Trainer Skerdi Bejzade hat schon in der Winterpause mit einem Umbau des Kaders angefangen. Sechs Spieler gingen, auch Leistungsträger wie Chatelet Bengone. Neu im Kader sind zwei Nachwuchsspieler.
Beim VfL gab’s kleinere Veränderungen. Janek de Buhr ist zu Landesligist BW Papenburg gewechselt. Dafür sind Julian Kersting und Mathias Comes aus den USA zurückgekehrt.
