Oldenburg - Es ist schon wieder passiert, dieses Mal in einem Combi-Verbrauchermarkt an der Bremer Heerstraße: Kriminelle haben in der Nacht von Donnerstag auf Freitag einen Geldautomaten in Oldenburg gesprengt, um an das im Innern befindliche Bargeld zu kommen und dabei eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Die gute Nachricht ist, dass keine Menschen verletzt worden sind und die Polizei am Freitagmorgen insgesamt acht verdächtige Personen vorläufig festnehmen konnte.
„Konzepte greifen“
„Die Tatörtlichkeit sowie die anschließende Fluchtroute mit den erfolgten Festnahmen zeigen uns, dass wir mit unseren polizeilichen Erkenntnissen richtigliegen und auch unsere Handlungs- und Interventionskonzepte greifen“, wird Polizeivizepräsident Andreas Sagehorn von der Polizeidirektion Oldenburg in einer Pressemitteilung zum Fall zitiert.
„Natürlich geht es auch darum, dass Taten bestenfalls verhindert werden, aber – wie es schon die anderen Festnahmen der letzten Zeit bewiesen haben – sind wir auch nach Tatausführungen handlungsfähig und konnten so auch heute acht tatverdächtige Personen festnehmen“, so der Polizeivizepräsident weiter.
Am Ort der Sprengung bot sich ein verheerendes Bild. Die Glas-Schiebetüren des Verbrauchermarktes zeigten Risse und Löcher – genauso wie Teile der Glasfassaden im Innern, von denen einige Elemente auch ganz fehlten. Im Eingangsbereich des Marktes lagen Scherben und weitere Trümmerteile. Der Geldautomat der Volksbank war komplett zerstört.
Spuren sichern
Mitarbeiter der Spurensicherung haben am Freitagmorgen ihre Arbeit am Tatort aufgenommen, um Beweise zu sichern. Der Bereich vor dem Markt war abgesperrt, einkaufen nicht möglich. Das Personal hat an diesem Tag frei, der Markt blieb geschlossen. Die Information, ob er am Samstag wieder öffnet, lag unserer Redaktion am Freitag nicht vor, eine Anfrage bei der J. Bünting Beteiligungs AG, zu der der Markt gehört, blieb unbeantwortet.
Es hört sich traurig an, ist mittlerweile aber bittere Realität geworden: Anschläge auf Geldautomaten sind schon lange keine Einzelfälle mehr. Allein in Oldenburg ist es der zweite in diesem Jahr und der dritte Anschlag in den vergangenen Monaten.
Zuletzt hatten unbekannte Täter zwei Automaten gesprengt, die sich in einem Famila-Markt am Scheideweg befanden und dabei ebenfalls große Schäden im Gebäudeinnern verursacht. Eben diese Automaten waren bereits im November des vergangenen Jahres Ziel von Einbrechern, die sich über das Dach des Gebäudes Zugang ins Innere verschafft hatten und die Automaten mit schwerem Gerät beschädigten. Zwei weitere Geldautomaten einer Volksbank-Filiale am Borchersweg haben Automatensprenger im September 2021 in die Luft gejagt.
