Oldenburg - Das Landgericht hat Juso-Mitglied Sara Rihl untersagt, den Lehrer Christoph Glanz als „bekannten Antisemiten“ zu bezeichnen (Az: 5.O 1069/16). Das teilte der Förderverein internationales Fluchtmuseum am Freitag mit. Rihl, Mitglied des Senats der Universität, habe eine Veranstaltung der BDS-Kampagne in der Evangelischen Studierenden Gemeinde (ESG) verhindern wollen, heißt es in einer Mitteilung des Vorsitzenden Ulrich Hartig. Rihl habe Glanz vorgeworfen, für eine „antisemitische Organisation“ zu arbeiten. Glanz, 40, Lehrer der IGS Flötenteich, habe sich erfolgreich gegen diesen Angriff gewehrt, teilt das Fluchtmuseum mit.

Die internationale Kampagne BDS (Boycott, Divestment and Sanctions) bezieht Stellung gegen Israel und für die Rechte der Palästinenser. Kritikern gilt die BDS als antisemitisch. Neben der ESG hatte auch die Stadt im Mai eine im PFL geplante BDS-Veranstaltung unterbunden; die Sicherheit sei nicht gewährleistet (NWZ  berichtete).