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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Gewöhnlich ist woanders

18.09.2017

Same same but different, lautet eine in Thailand übliche, englische Redewendung, die auch Regisseur Detlev Buck als Titel für seinen 2009 erschienenen Film verwendete. Die Übersetzung „Ganz gleich und doch anders“ trifft den Eindruck, den das 24. Internationale Filmfest Oldenburg hinterlässt.

Ist es stets Torsten Neumanns größte Herausforderung gewesen, übers Jahr genügend Geld fürs kommende Festival einzusammeln und gleichzeitig ein ambitioniertes Programm zu erstellen, stellte man sich diesmal die Frage: Wer oder was kommt nach Nicolas Cage?

Nach der Medienhysterie 2016 um den Hollywood-Helden hat sich der umtriebige Filmfestchef nicht noch zusätzlichen Druck auferlegt, denselben Hype ein zweites Mal veranstalten zu müssen.

Cage hatte dem „kleinsten größten Independent-Festival der Welt“ zu einem höheren Bekanntheitsgrad verholfen und der Stadt Oldenburg viel Aufmerksamkeit beschert. Das war lustig mit anzusehen, führte das Filmfest allerdings hart an seine Grenzen.

Neumann bewies auch in diesem Jahr eine glückliche Hand: Moritz Bleibtreu hat in Oldenburg einerseits überaus sympathisch die Erwartungen von Fans und Sponsoren erfüllt. Auf der anderen Seite hat der sehr gut beschäftigte Schauspieler glaubwürdig und charmant für den von ihm mitproduzierten, überzeugenden Film „Familiye“ und die Menschen im Kiez getrommelt.

Doch auch Hollywood war in Person durch Ed Pressman und Lou Diamond Phillips würdig vertreten. Viel wichtiger aber war die gezeigte filmische Perle in Gestalt des Erziehungsdramas „Quest“, die nun von Oldenburg aus hoffentlich erfolgreich in die Welt zieht.

Im Zweifel lieber „Different“ als „Same“. Das muss und wird Torsten Neumanns Anspruch bleiben.


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