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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Gräber-Schändung in Oldenburg weiter ungeklärt

29.11.2014

Oldenburg Der schlimme Anschlag sorgte weit über die Stadtgrenzen hinaus für Entsetzen: Vor einem Jahr waren acht Gräber und die Trauerhalle des jüdischen Friedhofs an der Dedestraße mit Hakenkreuzen beschmiert worden. Die Tat, die sich in der Nacht zum Totensonntag abgespielte, ist allerdings bis heute nicht aufgeklärt, wie eine Nachfrage der NWZ  ergab.

Die Polizei hat ihre Ermittlungen in diesem Monat abgeschlossen. Die Akten mit den Ergebnissen der polizeilichen Untersuchungen liegen inzwischen bei der Staatsanwaltschaft. Dies bestätigte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Dr. Carolin Castagna. „Die Akten werden jetzt von uns weiterbearbeitet. Somit dauern die Ermittlungen noch an.“ Es gebe zwar einen Beschuldigten, es müsse nun geprüft werden, ob die Beweislage für eine Anklage ausreiche.

Von Anfang an richtete sich der Tatverdacht gegen einen 32-Jährigen aus der rechten Szene. Überführen konnte die Polizei den Mann bisher nicht. Da von einer politisch motivierten Straftat ausgegangen wird, leitete der Staatsschutz die Ermittlungen.

In den vergangenen zehn Jahren gab es nach Auskunft des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen sechs Anschläge auf den jüdischen Friedhof an der Dedestraße. Bei der jüngsten Tat im November 2013 wurden die Gräber großflächig mit schwarzer Farbe besprüht.

Der 32-Jährige, der der Neonazi-Szene zugerechnet wird, war vor Entdeckung der Gräber-Schändung in Osternburg dabei beobachtet worden, wie er am Marschweg Hakenkreuze an Betonpfeiler der Autobahnbrücke sprühte. Bei der Überprüfung entdeckte die Polizei an der Kleidung und an den Händen des Mannes schwarze Farbe. Hakenkreuz-Schmierereien gab es in der Nacht auch bei der IGS Helene-Lange-Schule und am Marschwegstadion.