• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Verkehr: Grüne wollen Radfahrer auf Straße holen

08.01.2014

Oldenburg Die Radfahrer sollen noch häufiger auf der Straße fahren dürfen. Für die Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht setzen sich die Grünen ein. Per Antrag zur nächsten Sitzung des Verkehrsausschusses soll die Verwaltung beauftragt werden, die Straßen hinsichtlich der Benutzungspflicht zu überprüfen und diese gegebenenfalls aufzuheben. Ergebnisse will die Ratsfraktion der Grünen bis Ende April sehen.

Nach Meinung von Ratsherr Sascha Brüggemann (Grüne) hat die Stadt Oldenburg im Gegensatz zu anderen Kommunen in Deutschland schon mehrfach auf die gesetzlichen Möglichkeiten reagiert. So sei beispielsweise die Radwegebenutzungspflicht bereits in den Tempo-30-Zonen, der Jägerstraße und der Auguststraße aufgehoben worden. Demnächst könnte die Straße Damm dazukommen. „Studien, vor allem aus Skandinavien zeigen, dass die Sicherheit von Radfahrern stark verbessert wird, wenn Radfahrer im Sichtfeld der Kraftfahrzeuge geführt werden und nicht auf separierten Hochbordradwegen“, erklärt Brüggemann.

Zustimmung vom ADFC

Beim Fahrradclub ADFC finden die Grünen mit ihrem Vorschlag offene Ohren. Dieter Husmann vom erweiterten Vorstand spricht sich für die Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht aus. Seiner Ansicht nach sollte dies durch die verstärkte Ausweisung von Tempo-30-Zonen erfolgen. Als Argument für das Fahren auf der Straße führt er auch den oftmals schlechten Zustand der Radwege an.

Dass in der Auguststraße bislang nur wenige Radfahrer auf der Fahrbahn fahren (NWZ  berichtete), erklärt sich für Husmann mit der Unwissenheit der Verkehrsteilnehmer. Die seit Sommer geltende neue Regelung sei zu wenig bekannt gemacht worden.

Dagegen beurteilt die VWG die Situation in der Auguststraße als problematisch. Weil Überholvorgänge zum Teil zu gefährlich seien, müssten die Busse hinter den langsameren Radfahrern bleiben. VWG-Prokurist Morell Predoehl rät daher davon ab, die Radwegebenutzungspflicht auf Trassen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) aufzuheben. „Wir wollen den ÖPNV beschleunigen – und nicht entschleunigen.“

Die Polizei empfiehlt eine individuelle Überprüfung der Straßen im Stadtgebiet. „In der Wilhelmshavener Heerstraße würde ich die Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht ablehnen, weil dort der Lkw-Anteil viel zu hoch ist“, sagt Verkehrssachbearbeiter Siegfried Eilers.

Beispiel Auguststraße

Die Praxis zeige, so der Polizeihauptkommissar, dass die meisten Radfahrer (auch in der Auguststraße) von ihrem Recht nicht Gebrauch machten und weiterhin den geschützten Seitenbereich benutzten.

Laut Eilers besteht für Radfahrer schon in vielen Straßen die rechtliche Möglichkeit, auf der Fahrbahn zu fahren. Dies betreffe nicht nur die Tempo-30-Zonen, sondern auch einzelne Straßen mit einer Verkehrsbelastung von unter 10 000 Fahrzeugen am Tag. Beispiele dafür seien die Straßen Eßkamp und Am Stadtrand. „Dort gibt es zwar einen Radweg, aber kein blaues Radwegschild mehr“, erklärt der Verkehrsexperte. Auf den Hauptverkehrsstraßen (z.B. Alexanderstraße, Nadorster Straße oder Cloppenburger Straße) hält er eine Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht für wenig sinnvoll.

Stadtsprecher Andreas van Hooven verwies darauf, dass die Stadt „ständig die Benutzungspflicht der Nebenanlagen für den Radverkehr“ überprüfe – unabhängig vom jetzt gestellten Antrag der Grünen.

Rainer Dehmer Oldenburg / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2106
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.