Oldenburg - Erst die Dürre, dann Corona, gefolgt vom Krieg in der Ukraine und nun setzen schwere Überschwemmungen dem Land zu: Das Leben und Überleben ist für die Menschen in Kenia schwieriger geworden. Leidtragende sind vor allem die ärmeren Menschen auf dem Land, die abseits der Metropolen Mombasa und Nairobi Tag für Tag ums Überleben kämpfen müssen.
Anja Friedrich aus Oldenburg und Stephen Boro aus Petersfehn engagieren sich seit Jahren vor allem für die Menschen, die abseits der Gesellschaft stehen – alleinerziehende Mütter und Waisenkinder. Boro stammt aus Kwamaiko, einem Ort bei Nairobi. Er lebt seit mehr als zehn Jahren in Deutschland. Anja Friedrich arbeitet für den Oldenburger Verein „Proconnect“ und hilft geflüchteten Menschen, in Oldenburg Arbeit zu finden, sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
Pflegekräfte gesucht
Boro verfolgt ähnliche Ziele. Er möchte in seiner Heimat Pflegekräfte für Altenheime oder Krankenhäuser gewinnen. Während in Deutschland Pflegenotstand herrscht, gibt es in Kenia eine hohe Arbeitslosigkeit unter gut ausgebildeten jungen Leuten, die über einen Bachelor-Abschluss verfügen, aber keinen Job finden, sagt er.
Fotos aus Kenia
Stephen Boro/Anja Friedrich
Fotos aus Kenia
Stephen Boro/Anja Friedrich
Fotos aus Kenia
Stephen Boro/Anja Friedrich
Fotos aus Kenia
Stephen Boro/Anja Friedrich
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Stephen Boro/Anja Friedrich
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Stephen Boro/Anja Friedrich
Fotos aus Kenia
Stephen Boro/Anja Friedrich
Fotos aus Kenia
Stephen Boro/Anja Friedrich
Fotos aus Kenia
Stephen Boro/Anja Friedrich
Fotos aus Kenia
Stephen Boro/Anja Friedrich
Fotos aus Kenia
Stephen Boro/Anja Friedrich
Fotos aus Kenia
Stephen Boro/Anja Friedrich
Fotos aus Kenia
Stephen Boro/Anja Friedrich
Fotos aus Kenia
Stephen Boro/Anja Friedrich
Fotos aus Kenia
Stephen Boro/Anja FriedrichIn seinem Projekt in Kwamaiko leben mittlerweile 32 Mütter mit ihren Kindern – 24 Familien halten Hühner, acht züchten Schweine. Ein einträgliches Geschäft, freut sich Boro. Sie stammen teils aus schlimmen Verhältnissen, haben Gewalt erfahren oder sind von ihren Männern und deren Familien verstoßen worden. Nun soll zusätzlich für Kinder und Frauen eine psychologische Betreuung aufgebaut werden, damit sie die teils traumatischen Erlebnisse verarbeiten können. Gleiches gilt für das Waisenheim von Anja Friedrich in Likoni bei Mombasa.
Zwei Monate Ferien
Zurzeit sind in Kenia für zwei Monate Ferien. „Wir wissen nicht, wie die Kinder wieder zurück in die Schule kommen“, erzählt Friedrich. Weil die Schulspeisung während dieser Zeit nicht stattfindet, befürchtet sie, dass der Hunger weiter um sich greift. Durch den Krieg und die steigenden Energiekosten sind auch in Afrika die Lebensmittelpreise explodiert. Das trifft vor allem die armen Bevölkerungsschichten hart. Es fiel ihnen schon immer schwer, die monatliche Schulgebühr in Höhe von zehn Euro pro Kind zu zahlen.
In einigen Fällen hat der Verein die Finanzierung übernommen, damit die Armutsspirale durchbrochen wird und die Kinder eine Chance auf eine gute Zukunft haben, so Friedrich.
Anja Friedrich wird bereits im Januar wieder nach Kenia fliegen, Stephen Boro im März. Dann wird er nachschauen, ob die Schäden, die durch die Überschwemmungen angerichtet wurden, wieder behoben sind. Die Wassermassen haben den mühsam über Jahre hinweg kultivierten fruchtbaren Boden von den Äckern gespült. Und Dünger ist teuer.
