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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Hunte zum Kanal aufgestaut

14.05.2019
Betrifft: „Hunte bald unter Naturschutz“; Kommentar „Bürger schlecht informiert“ von Christoph Kiefer (NWZ vom 8. Mai)

Als langjähriges Mitglied des Oldenburger Rudervereins kenne ich den Verlauf der Hunte von Wardenburg bis zum Elektrizitätswerk sehr gut. Ja, die Ufer sind grün. Es gibt dort Erlen und Weiden am Ufer, streckenweise auch einige Schilfpflanzen. Es gibt Stockenten, Blesshühner, gelegentlich Reiher sowie Bisams und neuerdings auch Nutrias. Aber im Wesentlichen ist dieser Abschnitt ein zur Versorgung des Küstenkanals und des E-Werks aufgestauter, eingedeichter künstlicher Kanal, der über dem Niveau des umgebenden Geländes liegt.

Aus Gründen des Hochwasserschutzes muss dieser Abschnitt regelmäßig ausgebaggert werden, weil die unnatürlich geringe Fließgeschwindigkeit im Staubereich zu verstärkten Sedimentablagerungen führt. Wenn solch ein Gewässer ein Naturschutzgebiet ist, dann muss der Mittelstreifen auf der Autobahn ebenfalls unter Naturschutz gestellt werden: auch er ist begrünt und bietet verschiedenen Tieren Lebensraum.

Naturschutz tut Not. Aber dem vorliegenden Entwurf fehlt es an Augenmaß: Stets müssen die Belange des Naturschutzes mit den Bedürfnissen der Menschen abgeglichen werden. Der ökologische Wert zumindest dieses Abschnittes dürfte sehr begrenzt sein, der Freizeitwert für Hundehalter, Angler und Wassersportler ist in der Nähe einer Großstadt dagegen hoch. Die derzeitige Planung geht daran völlig vorbei und ist nicht geeignet, die Akzeptanz des Naturschutzes in der Bevölkerung zu befördern. Das klammheimliche Vorgehen des Landkreises erweckt den Eindruck, hier sollten in aller Stille Fakten geschaffen werden, die bei offener Diskussion politisch nicht durchsetzbar wären.

Mein Dank an die NWZ, dass sie das Vorhaben publik gemacht hat!

Dr. Jörg Dickbertel
Oldenburg

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