Oldenburg - Das Internationale Filmfestival Oldenburg widmet sein diesjähriges Tribute der Schauspielerin Andrea Rau – das Gesicht der sexuellen Revolution der 60er Jahre im deutschen Film.

Vom 14. bis 18. September wird Andrea Rau, heute 74 Jahre alt, Gast in Oldenburg sein. Das Filmfest zeigt im Rahmen des Tributes folgende Filme: „Daughters of Darkness“ (1971, Regie Harry Kümel), „Eins“ (1971, Regie Ulrich Schamoni), „Quartett im Bett“ (1968, Regie Ulrich Schamoni) und „It’s Nothing Mama just a Game“ (1974, Regie José María Forqué).

Andrea Rau wurde 1947 in Stuttgart geboren. Zu Beginn ihrer Karriere machte Rau eine Tanzausbildung unter dem großen britischen Choreographen John Cranko. Danach startete sie eine Modelkarriere und wurde als Covergirl des legendären Satiremagazins „Pardon“ 1968 berühmt. Ihre Präsenz im „Pardon“ verhalf dem Magazin innerhalb weniger Monate zu einer explosionsartigen Auflagensteigerung.

Ihr erster Film aus dem Jahr 1968 war „Quartett im Bett“. Ulrich Schamonis Komödie um das antibürgerliche Kreuzberger Milieu in den ausklingenden 60ern machte sie zur Ikone der sexuellen Revolution.

Der belgische Filmemacher Harry Kümel, dessen „Daughters of Darkness“ als ein Schlüsselfilm der siebziger Jahre gilt, sagte über sie: „Es war eine wahre Freude, mit ihr zu arbeiten. Ihr Charisma war das eines Super-Filmstars. Auch die große Schauspielerin Delphine Seyrig, die es wissen musste, hielt sie für eine Sensation auf der Leinwand.“