Oldenburg - In flagranti bei einem illegalen Autorennen erwischt worden sind zwei junge Männer von einer Streifenwagenbesatzung in Oldenburg. Wie die Polizei mitteilt, ereignete sich die Tat am vergangenen Sonntagabend um 22 Uhr auf der Straße Stau.
Im Strafgesetzbuch gibt es den Paragrafen 315d „Verbotene Kraftfahrzeugrennen“. Darin steht unter anderem sinngemäß:
Wer im Straßenverkehr ein nicht erlaubtes Kraftfahrzeugrennen ausrichtet oder durchführt, als Fahrer daran teilnimmt oder sich als Fahrer mit nicht angemessener Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
Wer als Teilnehmer eines solchen Rennens Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
Verursacht ein Teilnehmer durch ein solches Rennen den Tod oder eine schwere Gesundheitsschädigung eines anderen Menschen oder eine Gesundheitsschädigung einer großen Zahl an Menschen, so ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.
Die beiden Männer seien dabei zunächst mit ihrem Suzuki bzw. Mercedes in Richtung Innenstadt unterwegs gewesen. An einer roten Ampel am Stautorkreisel hätten die beiden Fahrer ihre Autos nebeneinander auf den beiden Fahrstreifen angehalten. Direkt dahinter habe sich der Streifenwagen mit den Polizeibeamten befunden, die das weitere Geschehen genau beobachten konnten.
Start an Ampel
Unmittelbar nachdem das Ampelsignal von rot auf grün gesprungen sei, hätten die Fahrer ihre Autos stark beschleunigt. Sie seien daraufhin mit durchdrehenden und quietschenden Reifen losgefahren und mit überhöhter Geschwindigkeit vom Stautorkreisel in die Poststraße gekommen. Hier hätten die Beamten mehrere Fahrstreifenwechsel der beiden Fahrzeuge beobachten können.
Weil die beiden Männer ihre Autos in starken Schlangenlinien gefahren seien, sei es bei dem illegalen Rennen beinahe zum Zusammenstoß der Fahrzeuge gekommen. Erneut nebeneinander stehen geblieben seien die beiden Fahrer erst wieder an einer weiteren Ampel, die ein rotes Stopp-Signal gezeigt habe.
Die Kontrolle
Diese Gelegenheit hätten die Beamten genutzt, um ihren Streifenwagen direkt vor die beiden Fahrzeuge zu stellen und die beiden Fahrer somit an der Weiterfahrt zu hindern.
Bei der anschließenden Überprüfung der Männer, die im Alter von 19 und 24 Jahren sind, sowie deren Fahrzeugen, hätten die Polizeibeamten festgestellt, dass für den Mercedes kein Versicherungsschutz vorlag. Aus diesem Grund seien der Fahrzeugschein sowie die amtlichen Kennzeichen des Autos sichergestellt worden.
Ermittlungen eingeleitet
Gegen die beiden Männer wird jetzt wegen des Verdachts eines verbotenen Rennens ermittelt. Der 24-Jährige muss sich zudem wegen des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz verantworten.
