Oldenburg - Der Erinnerungsgang in Oldenburg findet jedes Jahr im Gedenken der jüdischen Opfer statt, die durch die Nationalsozialisten verfolgt und ermordet wurden. Anlass ist der Jahrestag der Pogromnacht vom 9./10. November 1938, in deren Folge jüdische Männer durch Oldenburg getrieben und in das Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert wurden. Der November steht deshalb mit mehreren Veranstaltungen verschiedener Kooperationspartner im Zeichen des Gedenkens an diese Opfer.

2. November, 19.30 Uhr, Werkstattfilm-Kinoladen, Wallstr. 24: Jüdische Filmreihe mit „We wept without tears“, auf Hebräisch mit deutschen Untertiteln, Regie führten Itai Lev und Gideon Greif (Israel), Eintritt fünf Euro

5. November, 15 Uhr, Kulturzentrum PFL: Kantorenkonzert mit Oberkantor Avia Nachshon aus Israel, Synagogalmusik mit Klavierbegleitung durch Gesa Luecken von der ev.-luth. Kirchengemeinde Bloherfelde, Eintritt fünf Euro

6. November, 19.30 Uhr, Werkstattfilm-Kinoladen: „Berensthein“, Regie Roman Shumunov (Israel), Sprachen Russisch und Ukrainisch mit deutschen Untertiteln, Eintritt fünf Euro.

8. November, 19.30 Uhr, Werkstattfilm-Kinoladen: „Baby Jar.Context“, Regie führte Sergei Loznitsa (Niederlande Ukraine), Sprachen Russisch und Ukrainisch mit deutschen Untertiteln, Eintritt fünf Euro

9. November, 19 Uhr: Begegnung nach dem Gedenkgottesdienst in der Oldenburger Synagoge, Leo-Trepp-Str. 17, mit ökumenischen Gottesdienst-Besuchern, Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg und Bürgerinnen und Bürgern. Externe Besucher und Besucherinnen sollten sich für diese Veranstaltung anmelden unter info@jg-ol.de

10. November, 15.15 Uhr, Erinnerungsgang und Gemeinde Kaddisch mit der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg am Mahnmal an der Peterstraße, organisiert wird der Erinnerungsgang von der Oberschule Osternburg in Kooperation mit dem Arbeitskreis Erinnerungsgang. Informationen dazu gibt es unter www.erinnerungsgang.de 

20. November, 20 Uhr: Theater K in der Kulturetage, Bahnhofstr. 11, „Herr Klee und Frau Feld“ von Michel Bergmann und Anke Appelt mit einem anschließenden Gespräch mit den Regisseuren, Eintritt 24 Euro, ermäßigt 16 Euro, Tickets gibt es online unter www.kulturetage.de

20. November, 19.30 Uhr, Vortragsreihe mit der Universität Oldenburg, BIS-Saal, „Die theopolitische Bedeutung Amaleks in der jüdischen Tradition“, Referent ist Rabbiner Netanel Olhoeft, M.A., von der Universität Potsdam, der Eintritt ist kostenlos.

Anja Biewald
Anja Biewald Redaktion Oldenburg