Immer wenn die Ohmsteder Kirche mit Laub und Zweigen herbstlich geschmückt ist, weiß jeder: Es ist Hubertusmesse. So heißt der Dankgottesdienst für Jäger, Reiter und Naturfreunde, der nun schon zum 37. Male in Oldenburg gefeiert wurde. Begonnen wurde mit dieser Tradition im Jahr 1981 in der Christuskirche (Harlingerstraße) mit Pfarrer Hartwig Hinrichs. Vor 19 Jahren wechselte man in die Ohmsteder Kirche. Und deren Plätze waren auch am Sonntag wieder alle besetzt.
Die Jägerschaft Oldenburg und die Kirchengemeinde hatten eingeladen. Die Parforcehorngruppe Delmenhorst unter Leitung von Ines Köhler spielte die seit dem Ende des 18. Jahrhunderts traditionellen Melodien. Sie umfassen die Ordinariumsteile des Gottesdienstes wie Kyrie, Gloria oder Sanctus und haben sich im französisch-belgischen Raum, in dem auch der heilige Hubertus beheimatet war, aus einstimmigen Tonfolgen zu den heutigen vierstimmigen Sätzen entwickelt. Den Gottesdienst hielten Pastorin Ines Heinke und Pastor Christoph Fasse gemeinsam.
Draußen vor die Tür offerierten später die Oldenburger Hegeringe heißen Punsch – im Fackelschein und zu jagdlicher Parforcehornmusik.
Perfekter Unterschlupf
Grund zur Freude haben die Kinder der ev. Kindertagesstätte Nikolai (Nikolaikirchweg), die Leiterin Petra Bruns sowie Pastor Thomas Hinne. Beim diesjährigen Wettbewerb „Sparda-Leuchtfeuer“ hatte die Bewerbung der Kita das Sparda-Team der Filiale in Kreyenbrück so überzeugt, dass es dafür 1500 Euro als Spende gab. Leiterin Petra Bruns und ihrem Team geht es vor allem darum, ihre Schützlinge für Natur und Umwelt zu begeistern. Damit die Kinder sich auf dem Spielplatz draußen wohl fühlen, fehlte es bisher aber an Rückzugsmöglichkeiten. Mit dem Spendengeld sollen nun umweltfreundliche Weidenhütten angeschafft werden, der perfekte Unterschlupf für kleine Forscher, die mal ein Pause brauchen.
