Oldenburg - Was wird aus dem Photo-Dose-Haus an der Ecke Ritterstraße/Staustraße? Nichts tut sich, nur Kulturgruppen nutzen die Räume, müssen das aber aufgrund der Coronabestimmungen aber weitestgehend ausfallen lassen.
Der mittlerweile eingestellte Gestaltungsbeirat hatte sich im November 2018 mit einem geplanten Neubau befasst. Das Gebäude Staustraße/Ecke Ritterstraße (ehemals Photo Dose) sollte dem Abrissbagger zum Opfer fallen. Geplant war dort ein Neubau. Im Erdgeschoss war Gewerbe vorgesehen. Der Gestaltungsbeirat wünschte sich einen verbesserten und direkteren Anschluss des Neubaus an das Nachbarhaus an der Staustraße. Investor ist beziehungsweise war die Antharis-Projektentwicklung, die fünf Millionen Euro ausgeben wollte.
Doch daraus wurde bis heute nichts. Der Grund ist ein trauriger: Antharis-Geschäftsführer Joachim Buchwald starb im vergangenen Februar wenige Tage vor seinem 65. Geburtstag und hinterließ mehrere Firmen, um die sich nun sein Sohn Jan-Niklas kümmert. Für die Immobilie an der Staustraße 16, so die korrekte Adresse, sucht er einen Käufer, bestätigte er gegenüber unserer Zeitung. Die Verhandlungen mit einem Einzelbewerber, Bauunternehmern und Investoren liefen, seien aber noch nicht abgeschlossen. Im August 2018 hatte die LzO das Photo-Dose-Haus für 980.000 Euro zum Verkauf angeboten, er möchte nun 1,2 Millionen Euro bekommen.
Da der Verkauf nicht in trockenen Tüchern ist, weiß man auch nicht, was ein möglicher Käufer an dieser Stelle vorhat. Da ist alles denkbar, von einer Sanierung bis zu einem Abriss und Neubau, der sich an den vorliegenden und bereits vorgestellten Planungen orientieren kann, aber nicht muss. Das laufende Bauverfahren ist jedenfalls gestoppt worden.
Jan-Niklas Buchwald: „Geplant war ursprünglich ein fünfstöckiges Wohn- Geschäftshaus mit ca. 220 Quadratmeter Gewerbefläche, im ersten und zweiten Obergeschoss ein Boardinghouse mit zwölf Zimmern und im dritten und vierten Obergeschoss Eigentumswohnungen. Insgesamt sollten ca. 1200 Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche entstehen.“ Die Baukosten hätten sich nach damaligem Stand mit Grundstückskaufpreis auf ca. 5,4 Millionen Euro belaufen. Was dort nun geschieht, ist ungewiss.
