Oldenburg - Großbaustelle Schule: Während sich Schüler und Lehrer in den Sommerferien erholen, haben Handwerker Hochkonjunktur. So herrscht momentan in 23 Schulen rege Betriebsamkeit. Die Stadtverwaltung nutzt die unterrichtsfreie Zeit, um Baumaßnahmen und Sanierungsarbeiten erledigen zu lassen.
Einige große Projekte werden in diesen Ferien zum Abschluss gebracht. Dickster Brocken ist die Erweiterung und der Umbau der IGS Helene-Lange-Schule, für den 4,3 Millionen Euro veranschlagt waren. Die Arbeiten im Neubau an der südlichen Grenze des Schulgrundstücks am Marschweg verfügen über eine Bruttogeschossfläche von 1950 Quadratmetern. Das Erdgeschoss beinhaltet die Lehrküche mit Nebenräumen und den Werkbereich inklusive Maschinenraum. Im 1. Obergeschoss sind Fachunterrichtsräume für Kunst und Übungsräume für Musik untergebracht. Das 2. Obergeschoss beherbergt weitere Musikräume sowie einen Unterrichtsraum für den Bereich Darstellendes Spiel. Die beiden Oberschosse sind aufgeständert und überragen den Eingangsbereich. Für einen farblichen Kontrast zum hellen Verblendmauerwerk sorgt die Fassade mit anthrazitfarbenen Faserzementplatten.
Durch die Auslagerung der Fachbereiche Musik, Kunst und des überwiegenden Teils des Bereiches Arbeit-Wirtschaft-Technik sollen die Schallschutzprobleme im IGS-Bestandsgebäude der Vergangenheit angehören. In den modernisierten Altbau kehrt nach den Sommerferien die ins ehemalige Gebäude der BBS 3 an der Milchstraße ausgelagerte Oberstufe zurück. Die Einweihung wird am Freitag, 16. September, mit einem großen Schulfest gefeiert, bei dem gleichzeitig das 25-jährige Bestehen der Helene-Lange-Schule gewürdigt werden soll.
Auch an den anderen beiden Gesamtschulen wird in den Ferien gearbeitet: Vollendet werden soll der mit 1,2 Millionen Euro kalkulierte Umbau der ehemaligen Hauptschule an der Kneippstraße – dort wird künftig der Sekundarbereich II der IGS Kreyenbrück unterrichtet. Begonnen haben derweil die Arbeiten zum sechszügigen Ausbau der IGS Flötenteich mit dem Erweiterungsbau (Kosten 5,53 Mio. Euro€) und dem Umbau im Bestandsgebäude (3,5 Mio. Euro€).
360 000 Euro investiert die Stadt in den Umbau der ehemaligen Förderschule Comeniusschule an der Hauptstraße – hier ist die Außenstelle des Herbartgymnasiums beheimatet. Auch diese Maßnahme soll zum Ende der Ferien fertiggestellt sein, kündigt Bernard Krause vom Eigenbetrieb für Gebäudewirtschaft und Hochbau (EGH) an.
Die Grundschulen Heiligengeisttor und Bümmerstede werden derzeit zu „inklusiven“ Ganztagsschulen ausgebaut: Die Arbeiten an der GS Heiligengeisttor (2,05 Millionen Euro€) sollen bis zum Schuljahresstart fertig sein, an der GS Bümmerstede (2,8 Millionen Euro) werden Handwerker noch bis Ende 2016 Dauergäste sein. „An beiden Schulen werden in einem Zuge auch Sanierungsmaßnahmen erledigt“, so Krause.
Auch an einer dritten Grundschule wird gebaut: Die GS Dietrichsfeld erhält zur Unterbringung der bisher in Containern einquartierten Kooperationsklassen einen Erweiterungsbau (Kosten: rund 2,8 Millionen Euro€). An der Grundschule Kreyenbrück laufen als letzter Baustein beim Ausbau zur inklusiven Ganztagsschule die Arbeiten an den Außenanlagen.
