Oldenburg - Bereits bevor der VfB Oldenburg in diesem Jahr in die 3. Bundesliga aufstieg, wurde in Oldenburg über den Bau eines neuen Stadions diskutiert. Im März war ein möglicher Neubau erstmals wieder Thema im Sportausschuss, nachdem die Pläne für ein neues Stadion bereits einige Jahre in der Schublade verschwunden waren. Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (SPD) ließ dabei durchblicken, dass er von der Politik zeitnah ein klares Ja oder Nein hören wolle. Dabei machte er deutlich, dass er die Diskussion unabhängig vom jetzigen Tabellenplatz führen will. Denn bis zur Fertigstellung eines möglichen Neubaus würden ohnehin Jahre vergehen.

Einem Umbau des Marschwegstadion räumte der OB im März keine guten Chancen ein. Allein die Problematik, dass aus Lärmschutzgründen keine Abendspiele stattfinden dürfen und dennoch ein Flutlicht im Profibetrieb verpflichtend ist, „würde uns wahrscheinlich einen Auftritt bei Extra 3 einbringen“, sagte Krogmann damals.

Im Laufe des Jahres hatte die Stadt die Machbarkeitsstudie für das Stadion aus dem Jahr 2017 aktualisieren lassen. Eine endgültige Entscheidung gab es jedoch bis zum Jahresende noch nicht. Eine Zeitschiene des Verfahrens weist für Oktober 2023 einen „Point of no return“ aus – einen Zeitpunkt, ab dem es kein Zurück mehr gibt.

Der Grundsatzbeschluss des Rates soll hingegen bereits im Februar fallen und sei vor allem ein Zeichen an den Deutschen Fußballbund sein, erläuterte Joachim Guttek, Projektmanager für das Gelände der Weser-Ems-Hallen. Bis zum 1. März 2023, 17 Uhr, muss der VfB Oldenburg die Lizenzunterlagen für eine weitere Saison in der 3. Liga beim DFB einreichen. Die Chancen auf weitere Ausnahmegenehmigungen ohne ein solches Signal stünden schlecht, so Guttek.

Patrick Buck
Patrick Buck Redaktion Oldenburg (Stv. Leitung)