Oldenburg/Leipzig - Für den ganz großen Wurf hat es bei seinem Debüt auf nationaler Ebene noch nicht gereicht, aber Ole Kiphardt durfte mit dem Saisonfinale in Sachsen dennoch zufrieden sein. Bei den Deutschen Meisterschaften der U-18-Klasse am Wochenende in Leipzig sicherte sich der Judoka vom Polizei SV mit zwei Siegen in vier Kämpfen den siebten Platz in seiner Gewichtsklasse bis 46 Kilogramm.

„Trotz der Niederlage im Kampf um den Einzug in das kleine Finale um Platz drei kann sich Ole über einen erfolgreichen siebten Platz freuen, war es doch die erste Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft und ein sehr guter Saisonabschluss“, meinte PSV-Trainer Thomas Keller, dessen Schützling als Norddeutscher Meister das Ticket zur DM gelöst hatte.

Im ersten Kampf in Leipzig lieferte sich der Oldenburger mit Max Danner vom 1. Judo Club Bürstadt aus Hessen ein sehr ausgeglichenes Kräftemessen mit leichten Vorteilen während der regulären Wettkampfzeit. Erst in der Verlängerung nutzte Danner eine kleine Unachtsamkeit Kiphardts und sicherte sich mit einer Kontertechnik den Sieg.

Besser lief es für Kiphardt in seinem zweiten Kampf gegen Max Kolepp (Judo Kenshi Homburg-Erbach, Sachsen-Anhalt). Nach knapp zwei Minuten entschied der PSV-Athlet das Duell mit einem Würger. Das anschließende Kräftemessen mit David Mirkis (TSV Kronshagen) dauerte nur 37 Sekunden. Hier gab der Kontrahent aus Schleswig-Holstein nach einem gut angesetzten Würger des Oldenburgers auf.

Es folgte das Aufeinandertreffen mit Malte Schrader (Homburger Judoclub), in dem es um den Einzug ins Duell um Bronze ging. Hier stellte Kiphardt sein Talent „leider nicht mehr unter Beweis“, meinte Keller zur Niederlage gegen den Hessen.

Jan-Karsten zur Brügge
Jan-Karsten zur Brügge Sportredaktion