Oldenburg - In einem sehr abwechslungsreichen und kurzweiligen Programm war am Sonntag im Alten Landtag zu hören, dass man sich um die musikalische Zukunft der Jugend anscheinend keine Sorgen zu machen braucht. Denn was da von den Preisträgerinnen und Preisträgern des Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ zu hören war, war aller Bewunderung wert. Dabei weiß man nicht, was man mehr bewundern soll: die solistischen Leistungen gerade der Jüngsten, die ganz alleine auf der Bühne mit einer großen musikalischen Ernsthaftigkeit ihre Stücke vortragen, das gut ausgearbeiteten Zusammenspiel und die kammermusikalischen Feinheiten in den Instrumentalsonaten und Duetten oder die Homogenität und Geschlossenheit in den Ensembles.
Das Preisträgerkonzert von "Jugend musiziert" in Oldenburg.
Piet Meyer
Das Preisträgerkonzert von "Jugend musiziert" in Oldenburg.
Piet Meyer
Das Preisträgerkonzert von "Jugend musiziert" in Oldenburg.
Piet Meyer
Das Preisträgerkonzert von "Jugend musiziert" in Oldenburg.
Piet Meyer
Das Preisträgerkonzert von "Jugend musiziert" in Oldenburg.
Piet Meyer
Das Preisträgerkonzert von "Jugend musiziert" in Oldenburg.
Piet Meyer
Das Preisträgerkonzert von "Jugend musiziert" in Oldenburg.
Piet Meyer
Das Preisträgerkonzert von "Jugend musiziert" in Oldenburg.
Piet MeyerRhythmische Präzision
So wie das vierköpfige Schlagzeugensemble (Marieke Klaener, Henri Nocke, Mateo Primavesi, Jurek Schindel), das gleich zu Beginn mit ihrem „4/4 for four“ durch rhythmische Präzision und große dynamische Entwicklungen aufhorchen lässt. Oder die drei am Klavier (Julius Reinhold, Amàia Palet Sabater, Llúcia Palet Sabater), mit ihrem sechshändigen Klavierstück „out…standig“, das nebenbei zusätzlich noch mit kleinen „Showeinlagen“ garniert wird.
In einem Satz aus Giuseppe Sammartinis Flötenkonzert (Llúcia Palet Sabater - Flöte, Flynn Schubmann - Fagott) und in der „Russischen Fantasie“ von Leo Portnoff (Louisa-Marie Kleffner – Violine, Viktor Minh – Klavier) zeigt sich, zu welchem musikalischen Ausdruck und zu welchen technischen Möglichkeiten auch die jüngsten Preisträger schon fähig sind. Die „Hortensien im Regen“ werden vom Horn (Florentine Hüls) technisch beeindruckend und musikalisch stimmungsvoll illustriert, ein Satz aus Niels Wilhelm Gades Fantasiestücken wunderschön auf der Klarinette (Josephine Hüls) gestaltet.
Musikalischer Ausdruck
Der „Tendre“-Satz aus Darius Milhauds Flötensonate (Melina Schubmann) sowie ein Tango von Sergio Arriagada für Querflöte (Barbara Kölblinger) werden sehr eindrucksvoll und mit schon großem musikalischem Ausdruck dargeboten. Mit sonorem, rundem Klang und reifem, natürlichen Ausdruck erklingen ein Adagio von Georg Friedrich Händel sowie „Buciumeana“ aus Bela Bartoks „Rumänischen Volkstänzen“ für Violine und Klavier (Clara-Sophie Kleffner, Johannes Kleffner). Die jungen und jugendlichen Gitarristen glänzen vom „Kleinen Cowboy“ (Tammo Meyer) über die „Alte Burg“ (Erwin Roon), den „Danza brasilera“ (Matteo Friedrich) bis hin zu einer „Pavane“ von John Dowland (Linus Bruns) mit ihren solistischen Möglichkeiten.
Nach der abschließenden Verleihung der Urkunden an alle Preisträgerinnen und Preisträger des diesjährigen Regionalwettbewerbs und dem wohlverdienten Applaus für alle Beteiligten findet das Konzert durch einen Satz aus Muzio Clementis Es-Dur Sonate für Klavier zu vier Händen (Anjelina und Veronika Minh) in einer musikalisch reifen Darstellung sein großartiges Ende.
