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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Junge Ärztin setzt Familientradition fort

29.11.2014

Oldenburg Dass seine Kinder gut Deutsch lernen, lag dem Vater besonders am Herzen. „Er hat uns die deutsche Sprache und Kultur nahegebracht“, erzählt Joyce-Shirley Tjan. Der Kinderarzt war Ende der 60er-Jahre aus Indonesien nach Deutschland gekommen. „Indonesisch spreche ich nur ein paar Brocken“, sagt die 32-Jährige.

Was die Berufswahl betrifft, blieb sie der Familientradition treu: „Mein Vater ist Arzt, meine deutsche Mutter Krankenschwester. Irgendwann war klar, dass es bei mir auch in diese Richtung geht.“ Seit zwei Jahren arbeitet Tjan im Pius-Hospital als Assistenzärztin in der Inneren Medizin. „Ich fühle mich in Oldenburg sehr wohl“, sagt sie. „Die Stadt ist nicht anonym, die Leute sind nett, und die Nordsee ist in der Nähe.“

Das ist für die junge Ärztin wichtig, da sie in Neustadt an der Lübecker Bucht aufwuchs, wo die Ostsee in Sichtweite war. „Ohne Wasser geht es nicht“, betont Tjan. Nach Oldenburg zog es sie vor sieben Jahren – der Liebe wegen. Ihren Freund Matthias Alberding – einen Urenkel der Konditoren-Familie Klinge – lernte sie im Studium in Göttingen kennen.

Ein Jahr dauert die Assistenz im Pius noch. „Auch danach würde ich gern in der Stadt bleiben“, wünscht sich die 32-Jährige, die hier viele Freunde fand.

Derzeit pendelt sie allerdings häufig nach Kiel. Dort lebt ihr Bruder Johnny (28), der an Leukämie erkrankte. Vor zehn Jahren erhielt er erstmals diese Diagnose, kämpfte sich aber wieder ins Leben zurück. Dieses Mal kann nur eine Stammzelltransplantation sein Leben retten. „Als Sohn deutsch-indonesischer Eltern hat er sehr spezielle Gewebemerkmale“, erläutert seine Schwester: „Je mehr Asiaten und Halbasiaten sich typisieren lassen, desto größer ist seine Chancen, einen Spender zu finden.“
Eine kostenlose DKMS-Typisierungsaktion für Personen ab 18 Jahren findet an diesem Sonnabend und Sonntag (11 bis 15 Uhr) im Foyer des Pius-Hospitals statt.  

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