NWZ-Berichte über den Köterhof in Donnerschwee

„Köterhof soll Schmuckstück werden“, war noch der Bericht vom 24. Mai 2017 überschrieben, mit dem das Projekt an der Donnerschweer Straße zum ersten Mal vorgestellt wurde. Drei Jahre später heißt es am 26. Juni dann nur noch „Dieser Bau ist eine große Herausforderung“ und müsste „Herausforderung“ nicht durch „einzigartige Katastrophe“ ersetzt werden?

(...) Die Konstruktion dieses niederdeutschen Zweiständer-Hallenhauses, beweist seit genau 213 Jahren, dass es keine Stütze benötigt, auch keine optische. Auf der Abbildung wirkt es nur noch als nostalgisches Beiwerk oder Staffage zum Neubau – ein Stück Disneyland an der Donnerschweer Straße. Will man, wie in diesem Fall, einen Anbau oder ein weiteres Haus errichten, fordert die Interessengemeinschaft Bauernhaus, dass auf die vorhandene alte Bausubstanz mehr Rücksicht genommen wird. Was nicht heißt, dass man historisierend bauen sollte. (...)

Ein seitlicher Verbindungsbau zu einem oder zwei weiteren Häusern, aber bitte in passenden Proportionen mit gleicher Dachform, hätte das „Gesicht des alten Hauses“ bewahrt, das Stadtbild an dieser Stelle erhalten und dem „Schmuckstück“ Köterhaus eine Chance auf weitere 200 Jahre gegeben, uns und nachfolgende Generationen zu erfreuen und an die bäuerliche Vergangenheit Donnerschwees zu erinnern.

(...) Was da einem 213 Jahre alten Baudenkmal von Stadt und Investor angetan wird, wenn man das fast fertige Ergebnis sieht, ist in Worten kaum mehr auszudrücken!

Manfred Meins IG Bauernhaus e.V.      Ipwege