• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Finanzausschuss: Katzenelend im Blick der Politik

04.02.2011

OLDENBURG Die Stadtverwaltung wird eine Verordnung zur Katzen-Kastration vorlegen – und die Tierschutzverbände kümmern sich derweil um die Finanzierung. Auf diese Formel hat sich am Mittwochabend der Finanzausschuss geeinigt.

Der Weg dahin war nicht ganz einfach. Die SPD (deren Ratsfrau Germaid Eilers-Dörfler den Tierschutzverein führt) hatte Forderungen aus den Verbänden aufgegriffen und von der Stadt eine Verordnung verlangt. Arbeitstitel: Kastrations- und Kennzeichnungspflicht von Katzen – und zwar sowohl der wild lebenden, wie auch der Tiere, die sich außerhalb der Wohnungen ihrer Halter bewegen.

„Gegen eine Verordnung ist nichts einzuwenden“, sagte Finanzdezernentin Silke ­Meyn, „aber es geht ums Geld.“ Sie beharrte auf der Position, die sie schon in zwei Vorlagen für Umwelt- und Finanzausschuss umrissen hatte: Erst muss die Finanzierung geklärt werden, dann kommt die Verordnung.

„Es ist problematisch,wenn wir in unserer finanziellen Situation ein neues Fass aufmachen“, warnte die Kämmerin. Und welches Volumen ein solches Fass hätte, stand in den Verwaltungs-Vorlagen: in der Anlaufphase 20 000 Euro jährlich. Die Dezernentin sah auch auf die Folgen. Wenn eine Verordnung existiere, sei auch die Stadt verpflichtet, Fundtiere kastrieren zu lassen: „Die Pflicht zur Zahlung folgt auf dem Fuße.“

„Das muss nicht 20 000 Euro kosten“, sagte Germaid Eilers-Dörfler, die eigens zu diesem Zweck auf einem der SPD-Plätze im Finanzausschuss Platz genommen hatte. Sie rechnete mit Kosten von 50 bis 80 Euro pro Kastration. Die Tierschutzverbände leisteten schon jetzt Beträchtliches, aber angesichts der Katzenschwemme benötigten sie Unterstützung.

Große Begeisterung kam bei dem Thema nicht auf, FDP-Ratsherr Klaus-Dieter Reinking wollte sich am liebsten „nicht weiter damit beschäftigen“, Michael Rosenkranz (CDU) dachte laut über eine Katzensteuer nach. Die SPD indes hielt an ihrem Antrag fest – und man einigte sich auf den Kompromiss (der die Kostenfrage offen lässt).

Kastrationssatzungen haben in Niedersachsen Delmenhorst und (just beschlossen) Verden.

Michael Exner Autor
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.