Oldenburg - Normalerweise schreibt Katzenfreund und Redakteur Patrick Buck an dieser Stelle über seine Erlebnisse mit Kater Hase. Doch nun war kürzlich wieder Hündin Flocke zeitweise zu Gast. Eine gute Gelegenheit, um die hundeaffine Hausherrin einmal zu Wort kommen zu lassen:
Ob Hund, Katze oder Hase (in diesem Fall das Tier): Im Grunde mag man doch alle Geschöpfe der Natur. Jedoch muss ich sagen, dass mein Favorit unter den Tieren eher der Hund ist. So kommt es auch, dass ab und zu Hundedame Flocke für ein paar Tage bei uns zu Besuch ist, wenn ihr Frauchen verhindert ist.
Viel frische Luft
Schnell stellt man fest: Bei Hunden verhält es sich doch anders als bei Katzen. Während Hase mich nur anmauzt, wenn er Futter verlangt oder ich ihm die Tür öffnen soll, ist Flocke stets an meiner Seite und mag es, gestreichelt zu werden. Außerdem liebt sie es, spazieren zu gehen, was dazu führt, dass ich oft an die frische Luft komme, auch wenn ich gerade eigentlich keine Lust habe, rauszugehen. Hinterher merke ich immer, wie gut es doch getan hat, einen Gang zu machen.
Das Häufchen aufzusammeln, zählt allerdings nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Das Katzenklo macht der Futterbereitsteller sauber, ist ja sein Kater.
Allerdings ist es auch zeitaufwendiger, sich um einen Hund zu kümmern als um eine Katze. Während man Hase meist nur zu den Essenszeiten sieht und er auch nur dann meine Anwesenheit einfordert, braucht Flocke fast immer jemanden, der bei ihr ist. So muss die Zeit für die Hündin immer gut eingeplant sein, beinahe wie bei einem dritten Kind. Jemand sollte fast immer mit ihr zu Hause sein.
Mehr Homeoffice
So verbringt an den Hundesitter-Tagen Hases Untergebener die Nacht auf der Couch, damit Flocke nicht alleine ist (ins obere Stockwerk schafft sie es in ihrem Alter nicht mehr so gut). Außerdem muss er die Vormittagsschichten im Homeoffice übernehmen. Wenn ich dann früher als sonst von der Arbeit komme, bekomme ich direkt die Leine in die Hand gedrückt mit der Anmerkung, ich könnte gleich angezogen bleiben, der Hund müsse raus (mache ich ja gerne).
Nach einer Woche intensiver Hundebetreuung mit Spezialfutter sowie viel Gestik und Mimik für die nahezu taube Hundeseniorin ist Flocke dann wieder zu Hause bei ihrem richtigen Frauchen. Als treue Gefährtin hat sie diese auch sehr vermisst. Beim Spaziergang hatte sie jede entgegenkommende Frau, die ihrem Frauchen entfernt ähnlich sah, freudig begrüßt. Die Freude beim Wiedersehen ist dementsprechend groß.
Und wir freuen uns wieder über mehr Zeit für die Kinder und über offenen Türen. Denn die mussten zur Trennung von Hund und Katz’ stets geschlossen bleiben.
