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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Kennedyviertel gilt als Angstort

11.04.2007

OLDENBURG Verwahrlosungserscheinungen werden besonders im Stadtsüden wahrgenommen. An erster Stelle steht Müll auf Straßen.

Von Rainer Dehmer OLDENBURG - In der Innenstadt muss die Polizei mehr tun: Dort fühlen sich die Bürger eher unsicher – und dort ereignen sich auch die meisten Straftaten. Das geht aus der Kriminologischen Regionalanalyse hervor.

Die für die Analyse verwendeten Kriminalitätsdaten beziehen sich allerdings auf 2005. „Und seither hat sich einiges getan. Vor einem Jahr haben wir gemeinsam mit der Stadt die neue City-Wache in der Wallstraße eingerichtet“, sagte Polizei-Chef Johann Kühme bei der Vorstellung der Regionalanalyse.

Nach der Untersuchung, die auf der Befragung von 848 Bürgern basiert, wird außerdem deutlich, dass das Kennedyviertel keinen guten Ruf hat. Auf die Frage „Gibt es in Ihrem Wohnumfeld eine besondere Gegend, wo Sie tagsüber oder bei Dunkelheit nicht allein hingehen?“ nannten die Befragten das Kennedyviertel und den Großen Bürgerbusch am häufigsten. Auch außerhalb des Wohnumfeldes wurde dieses Viertel sowie die Innenstadt und der Bereich Kreyenbrück als „Angstort“ genannt.

Zudem machte die von Professor em. Dr. Helge Peters (Universität Oldenburg) geleitete Befragung deutlich, dass den Oldenburgern das Thema „Kriminalität und Sicherheit“ sehr wichtig ist. Nach „Arbeitslosigkeit“ und „Armut“ belegte dieses Thema den dritten Rang – vor Bildungsbenachteiligung und Umweltproblemen.

Als „schlimm“ wird nach der Untersuchung von vielen Menschen „Müll auf Straßen und Grünanlagen“ empfunden. In diesem Zusammenhang wurden auch „undiszipliniert fahrende Autofahrer“ und „besprühte oder verschmierte Hauswände“ genannt. Diese so genannten Verwahrlosungserscheinungen werden am stärksten von Menschen aus dem Stadtsüden wahrgenommen.

Polizei, Stadt und Präventionsrat werten die Ergebnisse der Regionalanalyse nun gemeinsam aus. Konkrete Präventionsprojekte sind derzeit noch nicht geplant.

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