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Kino in Oldenburg Durchwachsene Saison 2022 – Hoffnung für 2023

Freut sich besonders auf den Film „Babylon – Rausch der Extase“, der am 19. Januar in Deutschland anlaufen soll: Tobias Roßmann, Geschäftsführer des Kinos Casablanca in Oldenburg.

Freut sich besonders auf den Film „Babylon – Rausch der Extase“, der am 19. Januar in Deutschland anlaufen soll: Tobias Roßmann, Geschäftsführer des Kinos Casablanca in Oldenburg.

Wolfgang Alexander Meyer

Oldenburg - Für die Kinos in Deutschland waren die vergangenen Jahre alles andere als einfach. Durch die Corona-Pandemie haben sich die Premieren zahlreicher Filme verschoben, die Besucherzahlen sind eingebrochen und zunächst nur langsam wieder gestiegen. Unsere Redaktion hat nachgefragt, wie die Saison 2022 in Oldenburg gelaufen ist und was Besucher in 2023 erwarten können.

Casablanca

„Das vergangene Jahr war noch klar von der Pandemie geprägt“, berichtet Tobias Roßmann vom Casablanca-Kino an der Johannisstraße. Bis April habe es noch Einschränkungen für den Betrieb gegeben und auch danach seien viele Menschen vorsichtig gewesen. „Im Vergleich zu 2019 sind die Zuschauerzahlen im Jahr 2022 um die Hälfte zurückgegangen“, lautet die Bilanz des Geschäftsführers. Ein Lichtblick sei das Jahresende gewesen. „Da haben die Zuschauerzahlen deutlich angezogen. Man hat gemerkt, dass die Leute keine Lust mehr haben, zu Hause rumzusitzen.“

Was sie bei einem Kinobesuch im Casablanca am liebsten sehen, ist sehr unterschiedlich: „Der zuschauerstärkste Film war ,Wunderschön’ mit Karoline Herfurth. Gut angekommen sind aber auch der neue Top-Gun-Film und im Dezember der zweite Avatar-Teil“, blickt Roßmann zurück. Ein Überraschungshit sei zudem „Igor Levit – No Fear“ gewesen.

Beim Blick auf die Saison 2023 freut sich Roßmann insbesondere auf den Film „Babylon – Rausch der Ekstase“, der in Deutschland am 19. Januar anlaufen soll und die Übergangsphase vom Stumm- zum Tonfilm in Hollywood thematisiert. In den Hauptrollen werden neben Brad Pitt Margot Robbie und Diego Calv zu sehen sein. Weitere Höhepunkte seien der gerade angelaufene „The Banshees of Inisherin“, „Tár“ (23. Februar), „Ingeborg Bachmann – Reise in die Wüste“ (Erscheinungstermin: 19. Oktober) sowie ein neuer Indiana-Jones-Film (voraussichtlicher Erscheinungstermin: 30. Juni).

Cine K

Auf eine eher durchwachsene Saison blickt das Team vom Cine k zurück, in dem hauptsächlich Filme jenseits des Mainstreams gezeigt werden. „Unsere Besucherzahlen haben noch nicht das Niveau von 2019 erreicht“, berichtet Marion Fittje. Dennoch habe es klare Saison-Höhepunkte gegeben.

„Unsere Stummfilmreihe ist sehr gut angenommen worden und wird auch in diesem Jahr fortgesetzt“, sagt Wolfgang Bruch. Nächster Termin ist dabei die Vorführung des Klassikers „Modern Times“ mit Charlie Chaplin am 22. Januar, Beginn der Vorstellung ist 17 Uhr. Ebenfalls gut beim Publikum angekommen sei das „Draußen Kino Festival“ auf dem Kulturplatz im August. „Das soll in diesem Jahr auch wieder laufen. Einen genauen Termin stimmen wir gerade ab. Angepeilt ist aber wieder der August“, sagt Fittje.

Mit dem Film „Saint Omer“ gibt es im Cine k im März einen echten Hochkaräter zu sehen. Als Teil zur Reihe des Internationalen Frauentages soll das französische Drama um einen Prozess gegen eine mutmaßliche Kindsmörderin mehrfach gezeigt. „Der Film war ein Sensationserfolg bei den Filmfestspielen von Venedig und steht auf der Shortlist für die diesjährige Oscar-Verleihung“, berichtet Fittje weiter.

„Wir hoffen, dass unsere Zuschauerzahlen in diesem Jahr wieder steigen, auch wenn sich die Situation durch die gestiegenen Energiepreise verschärfen wird“, sagt Wolfgang Bruch. Schließlich sei Kino mehr als einfach nur Ablenkung. „Es ist ein Ort der Begegnung und kann die Welt verändern.“

Cinemaxx

Eine Anfrage beim Cinemaxx-Konzern in Bezug auf die Zuschauerentwicklung in dem Oldenburger Kinokomplex im Jahr 2022 und die dort beliebtesten Filme konnte vom Unternehmen leider nicht beantwortet werden.

Wolfgang Alexander Meyer
Wolfgang Alexander Meyer Redaktion Oldenburg
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