Oldenburg - Nach dem erfolgreichen Konzert „Felix“ im März zu Mendelssohns Kirchenmusik gibt das Klangensemble Oldenburg unter der Leitung von Thomas Honickel nun mit „Gabriel“ ein Folgekonzert, das sich ganz Gabriel Fauré widmet: Musik des französischen Spätromantikers ist am Sonntag, 24. September, ab 17 Uhr in der Kirche St. Marien, Friesenstraße 15, zu hören.

Das Hauptwerk des Abends wird seine bekannte „Messe de Requiem“ op. 48 sein, die er seinen kurz hintereinander verstorbenen Eltern widmete. Vom ergreifenden „Kyrie“ des Beginns, über das hymnische „Sanctus“ und das intime „Pie Jesu“ bis zum überirdischen „In Paradisum“ spannt sich ein Bogen nachdrücklicher Musik, der das Werk schnell weit über den französischen Kulturkreis bekannt machte. In der Textbehandlung überwiegen deutlich die kontem­plativen und meditativen Töne; ein äußerst versöhnliches Requiem, das Fauré folgendermaßen kommentierte: „Es ist von sanftmütigem Charakter, so wie ich selbst!“

Dieser Vertonung der Totenmesse gehen drei weitere Chorwerke voran. Dabei sind die auch orchestral bekannte „Pavane“ und die „Cantique de Jean Racine“ über den ambrosianischen Lobgesang zwei vergleichsweise regelmäßig zu hörenden Werke.

Und dann ist eine Rarität zu hören: „Les Djinns“ nach einer Ballade des bedeutsamen Nationaldichters Victor Hugo („Les Miserables“). Ein Werk, das der Schauer- und Gruselromantik im Stile Edgar Allen Poes oder der „Wolfsschluchtszene“ aus dem „Freischütz“ nahe steht. Ergänzt wird das Programm durch zwei vokale Beiträge aus Faurés Liedschaffen („Après un reve“) und zwei instrumentale Werke für Querflöte („Pelleas et Melsande“).

Die junge Oldenburger Flötistin Elsa Eberhardt und die Jungstudentin Ida Grotke (Sopran) werden die Solopartien übernehmen. Michal Hoffmeyer (Regieassistent an der Kölner Oper) übernimmt die anspruchsvolle Bariton-Partie im Requiem. Die ausladenden und virtuosen Klavierpartien liegen bei Akiko Kapeller (Solorepetitorin des Oldenburgischen Staatstheaters) in den besten Händen. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei; um Spenden wird gebeten. Anmeldungen sind erwünscht unter: thomas.honickel@web.de

Das Konzert wird auch am Vortag, Samstag, 23. September, um 15 Uhr in St. Bonifatius (Varel) geboten.