Oldenburg - Was war das denn? Vier laute Knallgeräusche binnen 30 Minuten haben am Dienstagnachmittag einige Menschen in Oldenburg und im Ammerland aufgeschreckt. Zwischen 15.40 Uhr und 16.10 hätte es mehrfach „gerumst“, schreiben uns Leser über soziale Netzwerke. Die Polizei Oldenburg bestätigt auf Anfrage, dass in Oldenburg noch sämtliche Gebäude stehen würden und liefert via Twitter eine – wenig überraschende – Erklärung: Überschallflüge der Bundeswehr.

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Am Mittwochmittag bestätigte dann auch ein Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr die „Routineflüge“ mit vier Maschinen des Typs Eurofighter, bei denen es zwei Mal zum Überschallflug kam: „Der erste Überschallflug war um 15:36 Uhr mit 1187 km/h in einer Höhe von 43.800 Fuß über Grund (ca. 13.350 m), mit einer Entfernung von ca. 33 km westlich zum Rathaus Bremen. Der zweite Überschallflug um 15:56 Uhr mit 1158 km/h in einer Höhe von 44.700 Fuß über Grund (ca. 13625 m), mit einer Entfernung von ca. 18,5 km südwestlich zum Rathaus Bremen.“

Ein Verstoß gegen Flugbetriebliche Bestimmungen sei nicht festgestellt worden. Ob in den nächsten Tagen vermehrt Überschallflüge im Nordwesten geplant sind, beantwortete der Sprecher nicht. Bei einigen Menschen hinterließen die Überschallflüge bleibenden Eindruck: „Bei dem letzten der drei Knalle hab ich die Druckwelle gesehen, und die Haare sind nach hinten geweht - das hatte ich bei nem normalen Überschallknall noch nicht“, schreibt eine Nutzerin auf Twitter, eine andere: „Gefühlt zuletzt in der Kindheit gehört... aber dann war unser Verdacht richtig“.

ÜBUNG DER LUFTWAFFE Das machten die Eurofighter über Friesoythe

Eva Dahlmann-Aulike
Friesoythe

Bereits in den vergangenen Tagen waren Militärjets sowohl tagsüber als auch bis in den Abend über Friesoythe unterwegs. Hintergrund war eine Abfangübung mit Eurofightern: „Diese Verfahren können und müssen sowohl am Tage als auch bei Dunkelheit geübt werden“, sagte ein Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr in Köln-Bonn.