Es ist ein ständiges Auf und Ab. Das Thema Fußballstadion in Oldenburg beschäftigt die Stadt, seitdem der VfB seine maroden Finanzen mit dem Verkauf des Stadions an der Donnerschweer Straße saniert hat. Anfang der 90er Jahre war das. Unter Führung der SPD sollte dann das Marschwegstadion zur neuen Heimstätte für den VfB und zentralen Sportanlage ausgebaut werden. Allen Widerständen zum Trotz wurde dieser Plan umgesetzt, eine moderne Sitzplatztribüne gebaut, doch dann blieb man in der Weiterentwicklung stecken.
Die Politik ließ im Sommer 2019 bei der Sanierung des Rasens sogar die Chance ungenutzt, mit der neuen Drainage eine Rasenheizung zu verlegen. Von der Installation einer Flutlichtanlage mal ganz abgesehen. Wofür denn auch? Spiele dürfen abends zum Schutz der Nachbarschaft eh nicht angepfiffen werden. Fußballerisch ist Oldenburg – trotz aller momentanen Erfolge – zur Diaspora verkommen. Neidisch können die Fans nach Osnabrück und vor allem nach Meppen blicken, wo das Stadion nach und nach ausgebaut und modernisiert wird.
Die Politik muss endlich eine Entscheidung treffen – das Marschwegstadion für den Profifußball herrichten oder ein neues Stadion bauen. Auf keinen Fall darf dieses Votum vom aktuellen Tabellenplatz des VfB abhängig gemacht werden. Es geht um den Fußballsport an sich in einer traditionell schnell für den Fußball zu begeisternden Stadt. Es geht um eine Perspektive, die der Bau eines neuen Stadions langfristig bietet, dem Fußball aber auch der Stadt.
